Montag, 13. Mai 2013

As Long As I Can Walk

Es wird vermutlich nochmal neu hochgeladen werden (weil die Bild-Qualität noch nicht so ist, wie ich sie haben will, und ein paar kleine Details geändert werden sollen), aber für's erste findet ihr bei Youtube meinen Film "As Long As I Can Walk". Viel Spaß!

Eltern ärgern?!

Es gibt einen ganz einfachen Weg, meine Eltern zu erschrecken, und das geht wie folgt: Man stelle sich hin und sage, "Ich glaube, ich hab das falsche Studienfach gewählt!". Na, liebe Eltern? Wie tief sitzt der Schock?
Ich musste in den letzten Wochen ja nicht nur meine Fotos machen, bearbeiten und drucken, sondern auch einen kleinen Film drehen, schneiden und brennen. Es stellte sich heraus, dass mir die Arbeit am Filmchen irgendwie ein kleines bisschen besser gefiel. Oooh, ich will so etwas öfter machen. Filme! Filmen! Nicht, dass nicht auch die Fotografie in diesem Semester ganz toll und lustig und spannend war. Das Filmchen war eben nur noch toller und lustiger und spannender.
Auf der anderen Seite darf ich ja Filmchen in meinem Fotografie-Studiengang machen. Und ich glaube, solange ich das darf, bin ich doch im richtigen Studium.
Liebe Eltern, habt ihr euch wieder beruhigt?

Samstag, 11. Mai 2013

Bristol

Heute stand ich extra früh auf, denn aus der Ferne rief schon Bristol über den Fluss: Besuche mich, besuche mich! Als Samstags-Ausflug hatten Kieran und ich einen Trip in die Stadt auf der anderen Seite des Flusses Severn geplant und taperten müde in den Bus, der uns bald wieder in der Innenstadt Bristols ausspuckte. Zunächst liefen wir eine Weile durch das schon sehr nette Stadtzentrum - wie London, nur kleiner. Und freundlicher -, um uns dann auf den Weg zu Calumet, einem Fotoladen ein paar Minuten außerhalb der Innenstadt, zu machen. Wir hatten nämlich den verwegenen Plan, Druckerpapier zu kaufen: Immerhin ist am Freitag der große Abgabetermin (*grusel*).
Auf dem Wege verliebten wir uns in die Stadt, denn Calumet liegt im etwas alternativeren Viertel, das viele nette Hippies, Hipster, Konzerte (die Paper Aeroplanes kommen im Mai!), Streetart, Pop-Up-Bäckereien und kleine Lädchen aufweisen kann. Wir fühlten uns sofort pudelwohl und kamen aus dem Strahlen und Fingerzeigen gar nicht wieder heraus, während wir mit Fotopapier unterm Arm und frisch gebackenen Pesto-Brötchen in der Hand die Straßen entlang schlenderten.
Zurück im Hafen, erweckten wir zunächst meine geliehene und geliebte Nikon F3 zum Leben. Sie stellte sich noch etwas stur und, kaum mit neuer Batterienkraft versehen, verblieb erst einmal im Selbstauslöser-Modus, um wenig später einen Film von mir zu fressen. Die Kamera hat definitiv Charakter, und liebe das 24-mm-Objektiv, dass ich dazu bekommen habe (das ist nämlich sehr lieb und versteht sich auch mit der D5000). Ich werde wohl noch eine kleine Weile brauchen, um mit der F3 in Harmonie selig zu werden, aber das wird schon [danke, Gerriet!].
Kieran und ich besuchten dann noch eine Veranstaltung des Ideas Festival Bristol, mit zwei Autorinnen/Journalistinnen, die schriftstellerisch die brutalen Konflikte in Sri Lanka und Gaza aufgearbeitet haben. Sie sprachen über die Verantwortung, die Journalisten haben, und über den Drang, die Wahrheit so gut wie möglich aufzuarbeiten. Es war sehr inspirierend und interessant.
Schließlich liefen wir durch Parks und teure Häuser zum Bahnhof, saßen alsbald auch schon im Zug und waren plötzlich schon wieder auf der walisischen Seite des Severn. So schnell kann's gehen. Die Sonne zeigte sich zum Abschluss auch noch einmal von ihrer besten Seite, und jetzt bin ich müde, aber zufrieden. Nach Bristol fahre ich gerne noch mal!

Montag, 6. Mai 2013

May Day

Heute war/ist Feiertag in Großbritannien, also: happy May Day, everyone! Mir wurde erklärt, das sei sowas wie der 1. Mai in Deutschland, nur verschiebbar. Gar nicht unpraktisch - und netterweise haben sowohl strahlender Sonnenschein als auch der Jahrmarkt die Gelegenheit genutzt, in Caerleon vorbei zu gucken. Beth, Ed und ich haben also ein paar Stunden in der Sonne verbracht, Zuckerwatte gegessen und mit Plastikgewehren geschossen.






Ein bisschen was "getan" habe ich natürlich auch, ein paar Bilder bearbeitet, Jenna beim Buchen ihrer Europa-Reise geholfen und Mietverträge eingescannt. Aber in erster Linie hatte ich einen wirklich guten, warmen, freien Tag - und das finde ich super!

Sonntag, 5. Mai 2013

Meine verrückten Mitbewohner, pt. 629

Jenna hat die Küche geputzt. Wir reden hier nicht von Oberflächen entkrümeln und abwaschen. Nein, sie hat geputzt. Vier Stunden lang, mit Essig und Zahnbürste und einer ganzen Menge Oberflächenreiniger. Jetzt blinkt und blitzt alles und ist vermutlich klinisch steril und definitiv sauberer als am Tag, an dem wir einzogen. Sie muss verrückt geworden sein.
Sie schiebt es auf den Kater, mit dem sie aufgewacht ist und ein paar Schuldgefühle, weil ich gestern mal wieder für sie abwusch - eine Erklärung, die ich ihr so nicht ganz abnehme. Ein gewisser Hauch Wahnsinn liegt definitiv im wahrscheinlichen Bereich. Aber bitte - wenn sie dann immer putzt, mache ich sie im nächsten Jahr definitiv das eine oder andere Mal betrunken.
Jetzt putzt sie ihr Zimmer - was geht da vor sich?

Samstag, 4. Mai 2013

Zirkus

Ich weiß, ich benutze das Wort viel zu oft. So oft, dass es für mich schon komisch aussieht, wenn ich drauf gucke. Das ist so, wie ein Wort komisch klingt, wenn man es zu oft hintereinander sagt. Zirkuszirkuszirkuszirkus.
Hm.
Aber heute muss ich doch noch einmal schwärmen. Vor einer Woche habe ich schon "Flown", die Show der Pirates of the Carabina, der Truppe meines lieben Kumpels Ellis, im Sherman Cymru in Cardiff bewundert. Das war ganz, ganz, ganz entzückend. Und heute war ich bei "Bianco" von 'meiner' Compagnie NoFit State im Millenium Centre in Cardiff Bay. Viele, viele Leute sind dabei, die ich alle kenne und mag und schon fotografierte - und die Show, nun...
Es war atemberaubend. Einfallsreich und wunderwunderschön. Ein paar Eindrücke könnt ihr hier gewinnen, aber ich empfehle wirklich jedem, sich ins nächste Flugzeug zu setzen und diese liebenswerte Truppe anzugucken, die noch den ganzen Sommer in Großbritannien unterwegs ist.

Wer lieber vor dem heimischen Computer bleiben und dort etwas Kunst und Kultur genießen will, dem sei wärmstens "Who Is Love?", das nicht mehr ganz so neue, aber immerhin neu aufgelegte Schreibprojekt von meiner Freundin Seestern und mir empfohlen. Die Neufassung findet sich hier, das bisherige Projekt (welches auch so noch weitergeführt wird) hier.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Endlich ein Grund zur Panik?!

Seufz. Seufzseufzseufz.
Spätestens morgen um 14 Uhr (und ja keine Sekunde später!) müssen Essay und Research Folder eingereicht sein. Dazu müssen sie auf unserer Uni-Internetplattform hochgeladen werden - und diese Deadline scheint bei einigen schreckliche Verwirrung zu stiften. Becc geriet soeben auf Facebook in Panik, weil sie ja morgen fotografieren würde und da könne sie ja nicht ihr Essay abgeben, bis Mike ihr freundlich riet, es doch einfach jetzt - wie detailliert im Internet angegeben - hochzuladen; und zwischen Charlotte und Aggie entspann sich soeben folgender Dialog:

Aggie: Darf das Essay mehr als 2000 Worte umfassen?
Charlotte: Ja, 10% mehr.
Aggie: Wie viel ist das?
Charlotte: ...
Charlotte: 2200. Nichts zu danken, Mädel.

Also, entweder sind meine Mitstreiter und Mitstreiterinnen völlig fertig vom Essay-Schreiben oder einfach dumm. Aus inzwischen einiger Erfahrung tippe ich zumindest bei einem Teil auf Letzteres und bin heilfroh, dass sie in dem zum Glück ja künstlerisch ausgerichteten Studienfach ansonsten klarkommen!
Gerade habe ich Kieran in der Leitung, der noch am Research Folder sitzt (vermutlich noch etwas länger...). Er lässt sich schon von meinem inspirieren. Man muss dazu sagen, dass ich zwar am Ende auf etwas mehr als die nötigen 30 Seiten gekommen bin - allerdings z.T. in Schriftgröße 16 (aber wer schreibt in einem Powerpoint-Dokument auch schon in Schriftgröße 11?). Ist mir aber wurscht. Ich habe genug Recherche da drin, und ich bin zufrieden, und es sieht gut aus, und ich gerate jetzt nicht mehr in Panik. Ganz im Gegenteil: mein Essay und mein Research Folder sind schon abgeschickt. Weg, weg, weg.

(Am Montag war ich so fertig, dass ich beim Fotografieren im Zirkus stumpf vergessen habe, dass meine Kamera so etwas wie ISO-Werte hat. Ich hab munter in ISO 400 fotografiert und mich gewundert, warum die Fotos dunkler werden als sonst. Vielleicht kann ich gar nicht mehr in Panik geraten - ich bin einfach zu erschöpft von der Arbeit!)