Posts mit dem Label Fotografie (Uni) werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fotografie (Uni) werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 8. Januar 2015

I am fabulous.

Heute hat Paul in einem sehr aufschlussreichen, sehr netten wir-sind-kurz-vor-der-Abgabe-und-die-Photo-Art-Studenten-belegen-alle-Drucker-und-was-mache-ich-hier-eigentlich-Seminar gesagt, meine diesjährige Arbeit wäre die beste, die ich bisher gemacht hätte.
Äh.


Da hat sich das ganze stundenlange Youtube-Schauen, Hobbit-Schauspieler stalken, Tee trinken, mit Weihnachtsgeschenken spielen, noch mehr Tee trinken, Mittelägyptisch lernen, Hobbit-Gifs runterladen, und noch mehr Tee trinken ja gelohnt.

(Was ich eigentlich so mache: Siehe...
...im Dunkeln mit Taschenlampen und Schauspielern rumdaddeln. Man soll mir nicht nachsagen, ich gäbe mir keine Mühe.)

Samstag, 22. März 2014

Ich bin dann mal die langsame Welle reiten

Das Leben in Newport verläuft nun, nach Abreise meines hochgeschätzten Besuchs, eher gemütlich. Es dümpelt langsam vor sich hin. Eigentlich ist schrecklich viel zu tun - es wollen Pappsets gebaut, Fotobücher designt, Bücher gelesen, Essays geschrieben werden, und argh, bald ist auch schon wieder Ostern, also minus zwei Wochen Arbeitszeit, und dann sind ja auch schon die Deadlines und so - aber mein Körper hat sich mal wieder entschieden, in Schockstarre zu fallen und das Gegenteil vom Verlangten zu tun. Wenn am meisten zu tun ist, komme ich gar nicht erst aus dem Bett, das ist ein Naturgesetz. Also habe ich heute den Großteil des Tages im Bett verbracht.
Was ja nicht heißt, dass ich gar nichts mache. Okay, mal abgesehen von den anderthalb Stunden "Leoparden küsst man nicht" (Cary Grant! Katherine Hepburn! Leoparden!) war ich tatsächlich halbwegs produktiv. Zwar habe ich keinen Finger für's nächste Pappset gerührt, aber fleißig für's literature review gelesen...da ist der Termin Anfang Mai, also quasi übermorgen.

Cindy Patton, Laptop und improvisierter Nachttisch.
Gestern abend noch war ich auf der ausgezeichneten Ausstellung unseres Kursleiters Paul, der in Penarth eine Retrospektive zeigt und uns alle eingeladen hatte - es sind auch alle gekommen, außer Kieran, die Ffotogallery (kein Rechtschreibfehler, nur Walisisch) war gerappelt voll. Schön war's. Interessant war's. Und nun lese ich über die Entstehung und Entwicklung homosexueller Gemeinschaften in den ersten Jahren mit AIDS... wusstet ihr, dass AIDS eigentlich zuerst in den späten Siebzigern unter Drogenabhängigen in Form von Lungenentzündungen ausbrach? Das erkannte damals nur keiner. So ein Pech.

Mary-Louise Parker, D800 und improvisierte Studiobeleuchtung.

Mittwoch, 29. Januar 2014

Dresscode: Schwarz-Weiß

Heute gab's Feedback und Noten für die Bilder und während meine Gruppe die beste Note für die Ausstellung erhielt (verdientermaßen, finde ich!), bin ich mit der Einzelnote nicht ganz so zufrieden. Aber nun, was hilft's denn. Mein werter Mitbewohner merkte an, vermutlich zu Recht, dass es am Ende eh auf die Bilder ankommt, wenn man irgendwo ankommen möchte.
Und meine Bilder, die find ich gut. - Paul ermutigte mich in der Feedback-Runde, doch meine ganze Karriere auf die Theaterfotografie auszurichten, und die restliche Zeit in Newport zu nutzen, mich darauf zu spezialisieren. Ob ich darauf so Lust habe, weiß ich ja noch nicht so recht....
Aber ich will euch die Bilder auch nicht länger vorenthalten: Eine große Auswahl von Sleeping Beauties gibt's auf meiner brandneuen 500px-Seite zu sehen!

Adam Scales, Lisa Jên Brown und Molly Vevers in der Probe
Bettrys Jones und Cast auf der Bühne

Dienstag, 10. Dezember 2013

Gruss aus dem Scanner-Raum

Ein kleiner Gruss aus dem Scanner-Raum, und eine winzige Vorschau auf das, was noch kommen mag:

Ich habe heute 3 Filme entwickelt, und 1 1/2 gescannt. Meine Nase ist dicht und nicht mehr zu gebrauchen, und ich habe Hunger, deswegen gehe ich jetzt nach Hause und erledige den Rest morgen.

Sonntag, 3. November 2013

Kontakt

Womit habe ich heute den Tag verbracht? Nun, abgesehen davon, dass ich dem Regen zugeschaut und überlegt habe, eine Arche zu bauen - habe ich Fotos editiert. Ohne Ende. Okay, doch mit Ende, aber jenes Ende kam erst gerade eben und nun hab ich genug davon, stundenlang auf Fotos zu starren. Also einen Blog schreiben! Hab aber nichts zum Schreiben. Hmm.
Es ist wirklich gar nicht so viel passiert... Mittwoch Fotos machen, Donnerstag ausschlafen und Frankenstein im Kino gucken, Freitag Film entwickeln (und ruinieren - besser nicht nachfragen), Samstag Fotos machen, Sonntag Fotos editieren. Öh.
Die beiden Foto-Termine hatte ich, wie bereits erwähnt, bei Kontakt im Sherman Cymru Theater - ein ganz fantastisches "Theater-Experiment", in dem jedes Publikumsmitglied an einem eigenen Tisch saß, gegenüber wechselnden Schauspielern. Gespräche wurden geführt, es wurde getanzt, geschwiegen, gemalt. Sehr intensiv, sehr interessant, sehr schön. Das war wohl mein Highlight dieser Tage.
Und morgen bin ich ganz von Anfang an bei den Proben zu Sleeping Beauties dabei! Juhu! Ich bin etwas aufgeregt.

Dienstag, 14. Mai 2013

Finale, oho.

Die heiße Phase hat begonnen, die Doc-Phots prügeln sich um die Drucker, das Papier, die Computer. (Zum Glück haben die PFAs und PhotoArts schon eingereicht! Blut würde fließen, wenn die auch noch dabei wären - Kunstblut.) In weiser Voraussicht war ich heute schon ganz früh im Druckerraum  B11, der neben den besten Druckern auch über Fenster verfügt. So konnte ich mir meinen Platz ganz früh sichern, noch bevor die panische Letzte-Minute-Meute aus dem dritten Jahr, die heute ihre Arbeiten abgeben musste, hinein surrte. Einen gewissen Vorteil hatte ich auch dadurch, dass ich mich in Bristol für wunderschönes mattes Satin-Printpapier entschieden hatte und so den "Nur für mattes Papier"-Drucker beanspruchen durfte. Letzterer war ganz schön anspruchsvoll, und brauchte, wie Gawain, unsere Techniker mir erklärte, viel "love and care". Ich fütterte also schön jedes Blatt einzeln per Hand in den Drucker - über zu wenig Bewegung konnte ich auch bei 5 Stunden Drucken am Stück nicht klagen - und er schenkte mir dafür schließlich 11 wunderschöne Drucke. Die liegen jetzt auf meinem Bett und trocknen vollständig aus, denn besonderes Papier will auch besonders behandelt werden.

Die weißen Ränder werden noch beschnitten, bis jedes Blatt ein quadratisches Format hat.

Mit dem Drucken ist der Bärenanteil der Arbeit getan. In den nächsten Tagen werde ich vor allem an den Details schleifen - Deckblätter entwerfen, DVDs brennen, Begleittexte schreiben, Fehler ausmerzen, wenig schlafen.
Belohnt habe ich mich aber heute schon mal: der allmonatliche DVD-Verkauf war mal wieder in der Uni, und hatte ganz viel herunter gesetzt und ich hab eine Scissor-Sisters-Live-DVD gefunden! Uiii! Ich kann mich bloß im Moment nicht aufs Bett legen und sie auch tatsächlich gucken. Denn da liegen ja noch meine Bilder.

Mittwoch, 10. April 2013

Mit Schwung vorwärts

Gleich heute morgen um neun (und dabei haben wir doch bis spät in die Nacht Disney-Filme geguckt!) stand ein Tutorium mit Clive an - das übliche Prozedere: Laptop aufmachen, Laptop Clive überlassen, Clive die Mechanismen von iPhoto erklären, Clive erklären, wie man mit dem Macbook scrollt, Bilder mit Clive angucken, geduldig zuhören, wenn Clive viele, wichtige Dinge erklärt. Und dann freuen, weil Clive sieben (SIEBEN!) deiner letzten Bilder abnickt. Und andeutet, dass du unter gegebenen Umständen und ganz wahrscheinlich zu einem gewissen Prozentsatz vermutlich erwartbar höchst vielleicht und jenachdem und überhaupt gaaanz eventuell schon fast fertig sein könntest. Freuen! Freuen! Freuen!
Und wieder zurück ins Bett. Aber auch nur, um Susan Sontags On Photography zu lesen, um dein Essay vorzubereiten, versteht sich.

Woran arbeite ich da eigentlich?
Im derzeitigen, noch unbetitelten Projekt dreht sich alles, wie schon öfter erwähnt, um den NoFit State Circus in Cardiff. Dort bieten sie Kurse für jedermann an, in spaßigen Kategorien wie Akrobatik oder Trapez oder Einradhockey (wobei ich noch nie beim Einradhockey war. Ob es wirklich existiert?). Mein Projekt erzählt von der gemeinsamen Arbeit an etwas, von gemeinsamen Anstrengungen, etwas Schönes zu schaffen.




Donnerstag, 17. Januar 2013

Tiefenentspannt

Dieser Tag war von verschiedenen Phasen geprägt:
Zuerst war da der Stress. Aufstehen, aufspringen! Denn schon in der Nacht hatte das Handy geklingelt, ein Kieran am anderen Ende der Leitung: Ob man denn Fotos beschneiden sollte, wenn das besser aussähe? Und der nächtliche Einfall: Du hast dein Notizbuch gar nicht mehr fertig gemacht. Also nicht frühstücken, sondern in den Computerraum, das Notizbuch fertig machen, ah, Eile, Eile, Eile, schnell ein Brot, hin zur Abgabe, Abgabebögen ausfüllen, falsche Modulnummer eingetragen, fix berichtigen, anstellen -
Und weg ist sie, meine ganze Arbeit. 25 Bilder liegen nun in Clives, Kens und Pauls Händen. Eine Erleichterung, und eine tiefe Müdigkeit macht sich breit. Achtzehn Minuten Freiheit, bevor es weitergeht. Ich sitze im Flur auf dem Boden und kann kaum den Kopf heben, geschweige ein vernünftiges Wort Englisch reden. Es ist geschafft. Und allmählich kommt sie auch zurück, die...
Neugierde. Was passiert als nächstes? Was tun, wen treffen? Clive brieft uns für das größte Projekt, dass wir in diesem Jahr machen werden, 13 Wochen, 18 Bilder! Recherche! Interessante Leute! Feedback! Veröffentlichung! Oooooooh... ein großes Staunen, und Bauchkribbeln.
Doch erstmal muss gefeiert werden. Es ist die Zeit der Euphorie, denn wir! alle! haben! das! erste! Semester! geschafft! und wo kann man das besser feiern als im Pub, hoch die Becher, wir sind die Größten. Wuuuuuuuha. Wir sind alle gaga, wir haben alle nicht geschlafen, wir sind alle gut drauf, wir sind alle so fertig. Die ersten Ideen springen hin und her: Ich will das machen, ich will das machen. Kann Clive sich wirklich schon vorstellen, wie wir im dritten Jahr so drauf sind? Wir können uns gerade nur im Pub vorstellen, Party. Blog-Eintrag verfassen: Sie ist weg!
Und dann die Leere. Die Zeit nach dem Sturm. Die Regale sind leer. Es ist kaum noch etwas zu essen da. Milch ist alle. Brot ist alle. Ich rappele mich auf. Es ist Zeit, einzukaufen. Kieran und ich fahren in die Stadt. Kieran hält im Bus Sekundenschlaf. Nur langsam sinkt die frische Luft ein, nur langsam bekommen wir die Augen wieder auf. Alles fällt einem ein. Man sollte sich ums Haus für's nächste Jahr kümmern. Endlich die Politik-Gruppe gründen, die man gründen wollte. Ein paar Sessions für den Kurs organisieren. Die Fahrt zum G8 nach Irland im Juni planen. Flüge buchen, damit man die Heimat wieder sieht. Und Stroopwaffeln beim Lidl kaufen, um zu feiern.
Und dann ist man endlich zuhause...und ist tiefenentspannt. Am 28. Januar muss ich schon wieder Ideen vorstellen, aber bis dahin ist ja noch so viel Zeit zum Ausschlafen, ins Kino gehen, Tee trinken, Doctor Who gucken - diesmal freiwillig. Puuuuuuh.

Ein paar meiner Lieblingsbilder aus dem letzten Semester (alle eingereichten Bilder findet ihr auf meinem Flickr-Account, unter "The Doctor and the TARDIS" und "Photographer as Observer"):










Freitag, 11. Januar 2013

Licht

Sonnenschein ist etwas Tolles. Ähnlich wie in der Heimat zeigt sich die Sonne auch in Wales nicht so häufig, wie man es sich manchmal wünscht. Und wenn sie es dann doch tut, dann unerwartet: Als ich heute morgen zur Dunkelkammer gelaufen bin, war es kalt, nass und neblig. Als ich wieder rauskam, war die Sonne da. Und ich hatte grad drei Stunden in der Dunkelheit verbracht, um zwei gute Fotos zu produzieren! Und da scheint das Biest mir direkt mit voller Kraft in die Augen! Ich war blind! 
Ach, die Leiden des Fotografen. "Gutes Licht", haha. Das gibt es gar nicht.

Die Ergebnisse mühseligen Entwickelns und Belichtens. Hatte ich erwähnt, dass ich Farbfilm mag? "It's so meditative", wie Denise heute weise (in der Dunkelkammer erleuchtet!) sprach.

Samstag, 5. Januar 2013

Ich tu', was ich am liebsten tu'

Auf dem Bett liegen und schlaaaafen.
Nein, Scherz.
(Auf dem Bett liegen tue ich schon. Aber schlafen und gleichzeitig tippen - das hab ich mir noch nicht beigebracht.)

Inzwischen bin ich zurück auf der Insel und die Insel hat mich auch wohlwollend empfangen. Seit vorgestern wieder bei Sophie eingekehrt (und mein Raum ist inzwischen wirklich "mein Zimmer"... nicht nur bin ich als temporärer Mitbewohner anerkannt, ich hab auch in kürzester Zeit all meine Sachen hier verteilt. Wenn man mit 30 Kilo Gepäck unterwegs ist, ist das Zeug echt immer im Weg), habe ich meine Fühler in London ausgestreckt. Ach, Themsestadt, ich hab dich vermisst, du mich auch? Zum Mittag in Southwark war es schon fast Frühling, ganz warm und sonnig, mit fröhlichen Obstverkäufern am Wegesrand. Silverprint ist ein großartiger Fotoladen, da findet man mich in Zukunft sicher öfter! Und Somerset House: ein wunderbares Museum mit Themseblick, in dem ich mir die sehr schön gemachte Ausstellung "Cartier-Bresson: A Question of Colour" angesehen habe. Ein paar neue Fotografen habe ich entdeckt und bin dann selig der Fleet Street entlang zurück zu St Paul's... ach, diese Stadt! Und nicht ein einziges Bild habe ich selbst gemacht. Ich musste einfach mit meinen eigenen Augen sehen, wo meine Füße mich da entlang tragen. Natürlich blieben auch die Taschen nicht leer, ein bisschen Fotopapier und die Bücher "The Hobbit" und "The Silmarillion" mussten es dann doch sein.
...Ich bin nämlich im Tolkien-Fieber. Wer hat "Der Hobbit: Eine Unerwartete Reise" gesehen? Ich bin entzückt. Im Vorfeld war ich ja skeptisch (drei Filme aus so wenigen Seiten?), aber auch wenn der Film nicht ganz werkgetreu ist, so ist er doch fantastisch bebildert und erzählt so wunderbar von Freundschaft und Abenteuer, dass ich ihm alle kleinen Fehler verzeihe, anstandslos. Ganz großes Kino. Und nun werde ich das Buch noch mal lesen, und ganz viel "Misty Mountains" hören, und ... ach, wird das schön. Ich freue mich auf Teil Zwei.
Der nächster Teil meiner eigenen nicht ganz unerwarteten Reise fand dann gestern statt. Diesmal machte ich mich auf nach Crawley zu Steven, um dort dann endlich doch ein paar Bilder zu machen. Der Doctor rief, und wir lauschten artig - nein, wir nerdeten artig. Anderes tun Steven und ich nämlich nicht, wenn wir uns sehen. Wir spacken gemeinsam herum und ich hab dabei eine Kamera in der Hand. Und ab und zu bekomme ich ein tolles Foto, und er bekommt auch eins.


Und Himmel, hat der Junge viele Doctor Who-DVDs! Zum Glück gibt es vom Hobbit nur drei Teile. Würde ich in eine solche Sammelwut wie Steven geraten, hätte mein schönes neu erworbenes Portemonnaie bald ein ernstes Problem. Doch er hat mir die Weihnachtsfolge von Doctor Who gezeigt und die war wunderschön und die neue Begleiterin verspricht, ganz besonders zu werden, und ich kann fast nicht stillsitzen vor Aufregung.
Und trotzdem hatte heute die Müßigkeit ihren großen Auftritt. Sicher wollten ein paar Dinge erledigt werden, doch ich habe bewiesen: Man muss dafür das Bett nicht unbedingt verlassen. Ich bin nicht jeden Tag ein neugieriger Beutlin, der mit fliegenden Fahnen und ohne Taschentücher aus dem Haus rennt. Morgen, ja, morgen... da geht es dann aber wieder ins Abenteuer... nach East Grinstead, zu Jess! Woo-hoo!

Bis dahin tu' ich, was ich am liebsten tu': Auf dem Bett liegen und Doctor Who gucken, juhu.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Alles im grünen Bereich

Heute hatte ich noch mal ein sehr gutes, und viel klärendes Gespräch mit Clive. Nicht nur, dass Ken und er mich einfach gestern nur von einer "6, 7" zu einer "10" steuern wollten - ich sei auch in einer sehr guten Position und wenn ich noch ein paar Bilder über Weihnachten mache, mache er sich da überhaupt keine Sorgen (außer natürlich, dass ihm meine Portrait-Zeitplanung immer noch Kopfschmerzen bereitet). Es geht doch! Ich bin ein bisschen selig, und das ist sicher nicht dem Advent geschuldet.

Neu im "In"-Ordner:
 (Relationship)

(Work)


Dieses hier ist eine "6 oder 7"...ächz.

Montag, 10. Dezember 2012

Edit

Da geht man nichtsahnend zu seinem Tutorium und erwartet eine gemütliche Auswahlrunde mit Clive und dann sitzen da Clive und Ken mit gespitztem Bleistift, bereit, sich über die Bilder her zu machen und mit nichts als dunklen Gedanken im Kopf! Hurr.
Kurz und schmerzlos, die meisten meiner "Relationship"-Bilder sind erstmal durchgefallen, obwohl ich dachte, dass ich gerade in diesem Bereich in den letzten Wochen viel aufgeholt habe.
Dafür machen sich die "Person at Work"-Bilder, mir wurde sogar eine steile Entwicklung bescheinigt, und eine sehr gute Vielfalt an Bildern gleich dazu.
Die "Portrait"-Bilder sind, dank Stevens Krankheit, ein gewisses Problem, da ich - wie Clive findet - nun ordentlich unter Zeitdruck stehe. Ich musste zusagen, dass ich ihm spätestens am 6. Januar schreibe, dass ich Bilder gemacht habe. Hurra.

Trotz allem, ein paar neue Bilder in der "In"-Gruppe:







Samstag, 1. Dezember 2012

Im Zeitloch

Wie? Wann? Wo? Was? Und bald ist schon wieder Weihnachten?
Kinder, Kinder... wo ist nur die Zeit geblieben?

Die letzte Woche war einfach ein wenig surreal. Was mache ich hier eigentlich? War ich nicht letztens noch ein regulärer Fotostudent, mit quasi regelmäßigen Vorlesungen, und mittwochs und freitags und wochenends ein paar Stunden unterwegs, um zu fotografieren?
Tja, nun bin ich wohl der "wahre" Fotostudent. Diese Woche war ich fort von Newport, am Dienstag in East Grinstead bei Steven und Jessica, meinen "Opfern". Sie sind beide wahre Doctor-Who-Fans und haben es sich somit verdient, von mir porträtiert zu werden, aber der Fotograf muss eben zum Subjekt wie der sprichwörtliche Prophet zum Berg. Also, rein in Bus und Zug und hin da! Und dann in London übernachten, sich von Sophie beherbergen lassen, und am nächsten Tag wieder zurück. Nur, um am Samstag wieder nach London zu fahren, um den Timelord Steven ein weiteres Mal zu fotografieren, und noch am gleichen Tag wieder zurück zu fahren. Ächz, mein Hintern hat jetzt auch genug von Reisebussen.
Dazwischen war dann noch le pub, mit ein paar wahrhaftig interessanten und lehrreichen Beiträgen unter anderem von einem der schon mal erwähnten Jacks - im dritten Jahr, und schon einen Buchdeal mit dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag rausgeholt, Respekt!, die Eröffnung der 100-Jahre-Fotografie-in-Newport-Konferenz, ein paar Tutorien, viele Stunden vor dem Computer (edit...edit...edit) und dem Drucker...
Manchmal würde ich gern in der Zeit reisen können. Aber das kann nicht mal Steven. Glaub ich.


Mehr von Steven: The Adventures of Oncoming Storm in Bild und Video
Mehr über 100 Jahre Fotografie in Newport: Bilder und Videos

Mittwoch, 7. November 2012

In

Aufgabe: Person at Work

In...
and in... (nach weiterer Auswahl)



Aufgabe: Persons in Relationships

In...
 and in...

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Feuer und Flamme

Messer, Schere, Feuer, Licht ist für Kinderhände nicht... und mich sollte man am Besten auch nicht in die Nähe lassen. Wie ich gerade gemerkt habe, habe ich mutwillig den UV-Filter meiner Digitalkamera angekokelt, als ich noch ein kleines Stückchen näher... und noch ein Stückchen... und noch eins an Matthew und seine Metallsäge rangekrochen bin. Schöne Fotos, ansonsten.
Ich war heute wieder im Sherman Cymru-Theater und hab den Tischlern/Bühnenplastikern zugeschaut. Sehr eifrig zugeschaut, denn es sind über 600 Bilder entstanden, zumeist von den selben wenigen Motiven... entweder Matthew mit besagter Metallsäge, oder seine Assistentin, die an einer riesigen, wunderschönen Schneeflocke gearbeitet hat. Die Bühne für "Peter Pan" wird fantastisch, so wie es bisher aussieht. Ein riesiges, surreales Wunderland aus Ästen und Schneeflocken in Blau und Rot. Oooh, Theater, wie hab ich dich vermisst!
... der Laptop wird gerade ganz schön warm, während er versucht, die Bilder zu importieren. Es sind insgesamt 1338 Objekte, da ich nicht nur .jpeg-, sondern gleichzeitig auch .raw-Dateien fotografiere. Armer Speicherplatz.
In den nächsten Wochen kann ich immer wieder im Sherman Cymru vorbei gucken, die kennen mich jetzt und sind alle sehr nett und hilfsbereit und fotogen. Besonders freue ich mich auf die Woche vom 19. November an, dann ist "production week" und alles wird fertig und kommt zum ersten Mal auf die Bühne und ganz viele Leute werden ganz beschäftigt sein - und ich mittendrin! Ich wurde heute sogar schon gefragt, ob ich nicht zum Team von "Peter Pan" gehöre. Nun... quasi.

Im Übrigen war meine Rolleiflex endlich beim Onkel Doktor. Und was musste der Techniker feststellen? Es ist nicht nur eine, sondern gleich zwei Maladien, an denen meine Kamera leidet. Das erste ist eine chronische Batterie-Abneigung, die sogleich mit einer noch neueren Batterie behoben wurde, vorerst jedenfalls (und er hatte doch recht, mit seinen Batterien. Grumpf.). Das zweite ist eine gewisse Altersschwäche, der nur mit Sport beigekommen werden kann... Training steht auf dem Programm! Film raus und dann immer schön spulen, klicken, spulen. Mal sehen, wer am Ende mehr Muskeln hat - die Kamera oder mein Daumen.

Ansonsten plane ich ein paar Neuheiten für den Blog, also wundert euch nicht, wenn hier in nächster Zeit mal was anders ist.

Freitag, 19. Oktober 2012

Le monde et la musique.

Ich bin so doof. Die Scissor Sisters sind am Montag in Bristol, also auf der anderen Seite des Flusses. Und ratet, wer es nicht geschafft hat, sich rechtzeitig Tickets zu kaufen? Richtig. Ich.
Was mich aber zum heutigen Thema führt: Musik. Genauer gesagt, Fotografen und Musik. In den vergangenen Tagen haben wir viel über persönliche Werdegänge, Interessen und Inspirationen gesprochen, aber - unter anderem auch, weil Clive, Paul und Ken schon sehr lange fotografieren - über die Entwicklung der Fotografie und die Einordnung dieser in Hinsicht auf andere künstlerische Disziplinen. Gerade in der Dokumentarfotografie kommt oft die Frage auf, ob das eigentlich Kunst ist, was wir hier machen, oder nicht viel mehr eine technische Disziplin. Immerhin tun wir ja zunächst nichts anderes, als die richtige Blende, die richtige Belichtung, den richtigen Blitz, den richtigen Blickpunkt einzustellen, um abzulichten, was ohnehin da ist. (Püh.) Ich will mich da gar nicht lange mit aufhalten. Dokumentarfotografie ist definitiv Kunst, auch wenn eine Unterscheidung zwischen Kunstfotografie und Dokumentarfotografie gemacht wird. Seit den 80ern wird Dokumentarfotografie regelmäßig ausgestellt und bewundert, und wie die meisten Künstler haben wir den Anspruch, Ästhetik mit Aussage zu verbinden. Andere benutzen den Pinsel oder die Gitarre, wir benutzen unsere Kameras.
Ein weiteres Argument dafür, dass Dokumentarfotografen keinesfalls rationale, rein technisch gesteuerte Köpfe sind, habe ich in Gregynog gefunden. Wie bereits erwähnt, haben unsere Lehrer Clive, Ken und Paul ihre persönlichen Arbeiten vorgestellt und viel über ihre Hintergründe, ihre Gedanken und ihre Inspirationen gesprochen. Worin die drei, die ansonsten sehr unterschiedlich arbeiten, sich einig sind, ist ihre Liebe zur Musik. Paul hat über die Jazz- und Swing-Musik der 60er und 70er Interesse am Civil Rights Movement in den USA gefunden, und ist darüber zur Fotografie gekommen. Er hat uns einige seiner bevorzugten Lieder aus verschiedenen Epochen vorgespielt, und man konnte in seinen Fotos eine ähnliche Entwicklung feststellen wie in der Musik. Clive, der schon sehr lange in Newport unterrichtet, hat uns erzählt, dass er viel weniger Inspiration aus Fotos von anderen zieht als aus der Musik, die er tagtäglich hört, im Radio, auf dem Weg zur Uni. Tim Smith, der Gastdozent, hat als Band-Fotograf angefangen. Und Ken hat uns heute morgen zur letzten Vorlesung mit Country-Musik empfangen, und während wir eingetrudelt sind, hatten er und Paul eine lebhafte Diskussion: "Kennst du die und die Band?" "Nee..." "Solltest du mal hören, könnte dir gefallen." Die iTunes-Bibliothek war nicht von schlechten Eltern, äh, Musikern.
Mein Standpunkt ist vermutlich angelehnt an das alte Sprichwort: "Wer gern singt, kann kein schlechter Mensch sein". Mir haben die Tage in Gregynog jedenfalls wieder einmal gezeigt, wie eng zwei künstlerische Disziplinen, in diesem Fall Musik und Fotografie, verknüpft sein können. Ich glaube, dass Musik ein sehr großes inspirierendes Potenzial hat und wer sich auf Musik einlassen kann, auf die Emotionen, auf die Aussagen, wer sich von der Musik tragen lassen kann, der kann viel daraus schöpfen. Und ich möchte an dieser Stelle anzweifeln, dass rein technisch-mathematisch-rationale Menschen sich sehr viel aus Musik machen. Das habe ich so bisher nicht erlebt. Und selbst wenn. Ich glaube, wenn man sich von Musik - oder jeglicher anderer Kunstform - zu eigenen Werken inspirieren lassen kann, ist oder wird man Künstler.
Ich kann noch viel mehr Beispiele aufzählen. Unser Techniker Dennis, in dessen Biografie als herausragendes Merkmal seine Blues- und Folk-Sammlung genannt wird. Unser Techniker Ian vergleicht jpeg-Dateien gerne mit mp3. Colin, unser Theoriedozent, guckt gerne verrückte Musikvideos von ehemaligen Fotografen. Kieran aus meinem Kurs hat eine Musikbibliothek auf seinem Computer, die für 15 Tage reicht; Kirsty (die später Bands fotografieren will) und Sam haben Karten fürs Glastonbury-Festival, das - wie auch die Scissor Sisters - leider schon ausverkauft ist; Tom reist für Festivals extra nach Frankreich. Und zuletzt bin da ja noch ich. Meine iTunes-Bibliothek ist "nur" 3 Tage lang, aber ich liebe Musik. Ich liebe die Emotionen, die ich daraus ziehe, sei es das eine Lied von Two Door Cinema Club, zu dem ich immer wild rumhüpfen muss, oder das andere Lied von Wir Sind Helden, das mich jedes Mal weinen lässt. Ich liebe Songtexte, und habe ständig irgendwelche Zeilen im Kopf, wenn nicht sogar komplexe Ohrwurmgebilde. Ich brauche Musik und bin ständig auf der Suche nach Neuem. Zur Fotografie hat es mich noch nicht inspiriert, aber die Macht der Musik hat definitiv schon das Schreiben gefördert, die dritte Disziplin, in die ich ganz vernarrt bin. Das mit der Fotografie kommt sicher noch. Ich bin mir da ganz sicher, jetzt, nach Gregynog.

Wie versprochen, noch ein paar künstlerische Ergüsse:
Das Fast-Siegerfoto. Richard. Richard hat übrigens einen der Preise gewonnen (nicht den, den wir gewählt haben, sondern den, den die Dozenten ausgesucht haben), mit seinem Foto von mir. 

Gregynog House

Es ist Herbst in Wales!

Namen, Namen, Namen:
Clive Landen (Achtung, tote Tiere. Und nicht besonders ansehlich. Was auch immer er davor gehört hat.)

Musik:
Die Antwoord - Mit freundlichen Grüßen von Colin. "Schräg" trifft's wohl.
Und ansonsten stehen Coldplay (mal wieder), Radiohead (mal wieder) und Wakey!Wakey! gerade ganz oben in der Hör-Liste.

Montag, 8. Oktober 2012

Noch am Leben

Zuallererst, wenn ich in den Blog gucke, gucke ich in die Leser-Statistik (der Traum eines jeden Autors. Jedes Buch sollte so etwas haben). Wann wurde ich von wem wie gelesen? Derzeit kommen die meisten Leser aus Deutschland - seltsam, seltsam -, ich habe keine russischen Zuleser mehr - wo seid ihr hin? - und zum ersten Mal haben die Mac-Nutzer die Windows-Nutzer überholt! Na sowas! Was Google so alles weiß. Mich freut's natürlich, aber eine kleine Stimme sagt mir, dass ich mir eigentlich Sorgen machen sollte.
Doch heute ist kein Tag zum Sorgen-Machen. 
Das könnte zum einen daran liegen, dass meine Erkältung einen großen Teil des Hirns für sich beansprucht, die Funktionen außer Stand gesetzt, und mich in einem Zustand eigentümlicher Dummheit und Sorgenfreiheit zurück gelassen hat. Die meiste Zeit starre/döse ich vor mich hin, bis mir plötzlich wieder einfällt, dass ich doch noch ... vor einer halben Stunde ... auweia. Und das ganz ohne Antibiotika; die Mischung aus Nasenspray, Naselaufen und Erkältungstee tut schon ihr Übriges. Mag nicht mehr krank sein. Ich hab heute eine Stunde im Supermarkt verbracht, um Milch und Taschentücher zu kaufen.
Zum anderen liegt mein "Anti-Sorgen-Flow" wohl an den Erfolgserlebnissen, die sich seit gestern wundersam mehren. Immer, wenn die Intelligenz mal einsetzt ... ich hab gestern zum ersten Mal seit langem eine Kurzgeschichte geschrieben. Die letzten datieren auf 2010, ich hab nachgeguckt. Die Inspiration kam so über mich. Ich hab seitdem nicht mehr reingeguckt, aus der Angst, dass ich im Erkältungsnebel nur Müll verzapft habe. Freiwillige vor!
Außerdem hatte ich heute morgen mein W.I.P.-Meeting, diesmal mit Clive, und Clive ist wohl noch ein anderes Kaliber als Paul. Es geht ja darum, aus hunderten von Bildern die fünf zu finden, die am Ende benotet werden... und was soll ich sagen, ich hab mein "first one in"! Applaus bitte. John und ich haben den Durchbruch geschafft. Der Vegetarier und der Fleischer. Als wären wir füreinander bestimmt.
First one in: John und der Braten.

Und zuletzt habe ich vorhin das erste Mal erfolgreich Porridge produziert. Ich bin jetzt in Großbritannien, da passe ich mich den örtlichen Essgewohnheiten an - mal abgesehen vom Fleisch, sorry, John! Und Porridge ist ja so lecker... und ich kann es machen, wann und wo ich will... harrharr. Da kann die Erkältung nicht gegen anstinken. Ich gehe mir jetzt Taschentücher in die Nase stopfen, damit ich aufhöre zu tropfen, und dann gehe ich das nächste Erfolgserlebnis suchen. Mir ist gerade so nach tollkühnen Taten.

Tollkühne, oder zumindest gute Taten könnt auch ihr vollbringen: Meine Freundin Sophie sucht Unterstützung für ihre erste Fotoausstellung. Beeindruckend. Ganz so weit sind John und ich noch nicht.