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Montag, 23. Februar 2015

Wenn es jetzt noch schneite...

Heute morgen blinzelte ich verschlafen das Handy an, welches mich verzweifelt zu wecken versuchte, und wurde gleich mit der liebevollen Botschaft "Aufstehen! Es schneit!" begrüßt. Im Kopf noch ganz dröselig taumelte ich also ins Bad, nur um festzustellen, dass die freundliche Schweizerin, die mir geschrieben hatte (und die es doch eigentlich besser wissen müsste!) gelogen hatte. Das bisschen Graupel konnte man kaum Schnee nennen. So nicht.
Aber nun war ich schon einmal wach und konnte mich so auch fast pünktlich auf den Weg zur Uni machen, wo ich - man glaubt es kaum - meine Dissertation drucken lassen habe. Für die, die jetzt staunen: Ja, sie ist fertig. Sie hat einen Titel, eine Widmung und alles, was das Herz begehrt. Für die, die jetzt noch mehr staunen: Die Dissertation ist das britische Pendant zur Bachelor-Arbeit. Nein, ich promoviere nicht.
Und nun ist sie fertig! Und gedruckt! Und gebunden! Ich verzog mich folglicherweise erst einmal mit Schokolade und Buch ins Bett, einfach mal chillen. Draußen feinstes April-Wetter - Sonne, Regen, Hagel, alles, nur kein Schnee...
Und dann lugte ich arglos in meinen Twitter und was sah ich da? Irgendein Gebrabbel von meinem Theater. Vier von fünf Sternen im Guardian. Nicht schlecht. Moment. Wer hatte noch die Fotos für's PR gemacht... Ah ja. Meine Bilder im Guardian. Mit meinem Namen drunter. Mit Vorschau auf der Guardian-Kultur-Seite. Verrückt.

Mit Vorschau auf der Guardian-Kultur-Seite! (Oben rechts.)
Was für ein verrückter, verrückter Tag. Wenn es jetzt wirklich noch schneien würde...

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Vorschau

Ich bin schrecklich beschäftigt. Die Briten machen ja gern lange Weihnachtsferien, aber das bedeutet eben, dass vorher alles erledigt werden muss - und im Kopf ist für den Blog kein Platz mehr. Es tut mir sehr leid, ihr Lieben.

In eigener Sache will ich euch aber eine kleine Vorschau aufs nächste Jahr geben und Werbung machen:
Lest hier mehr über meine Zusammenarbeit mit The Other Room!


Sonntag, 9. November 2014

Hit the ground running!


Im Englischen gibt es ein Idiom: "hit the ground running" [von dict.cc übersetzt als "sofort alles im Griff haben"]. Wenn unsere Tutoren beschreiben, wie wir unsere Projekte in Angriff nehmen sollen, benutzen sie das gern. Auch wenn es in meinem Kopf nachwievor schmerzhaft aussieht, rennend auf den Boden zu knallen. Naja.
Allerdings ist es inzwischen schon November, das erste Projekt ist abgegeben, Paris Photo Festival steht an (Pariiiiiis!) und dann wird es bald schon Dezember, und dann Weihnachtsferien, und dann haben wir noch eine Woche, um den ersten Teil unserer Abschlussarbeit abzugeben. Vielleicht wird es also tatsächlich Zeit, die Beinchen etwas in Bewegung zu bringen, und den ground running zu hitten. Aber ich hab alles! sofort! im Griff! Ha.
Eigentlich hab ich's ja gemütlich. Ich fotografiere nämlich Theater (mal wieder) und die meisten Theatergruppen werden sehr gern fotografiert. Es wäre ja kein Theater, wenn keiner zuguckt, oder so ähnlich. So fand ich mich am Mittwoch im hübsch-touristischen Nordsee-Küstenstädtchen Canterbury wieder, um dort die Damen und Herren vom White Slate Theatre zu fotografieren. Das waren zwei schöne Tage im Probenraum und am Strand, ziemlich lässig, höchstens für den Computer anstrengend, denn der muss jetzt die ganzen raw-Dateien verdauen - und für mein vom Großvater geerbtes Stativ, das am Strand irgendwann still und heimlich eine Schraube verlor und seitdem leider nicht mehr ganz einsatzfähig ist.
Insofern habe ich den großen Vorteil gegenüber den meisten meiner Kollegen, dass ich tatsächlich schon Fotos habe! Das macht sich gar nicht schlecht, und mit ein bisschen Glück habe ich spätestens Anfang Dezember alles "im Kasten" und kann mich dann aufs Sofa fläzen und all die Beinchen zählen, die ich mir bei dem Versuch, rennend in irgendetwas zu knallen, gebrochen habe.
Oder wir machen es einfach so wie gestern. Gestern waren wir bei Richard, und seit Richard nicht mehr im Kurs ist, ist aus dem "Docfather" Vater Theresa geworden, der die armen Studenten in Zeiten der Not mit gutem Essen und viel Wein und Bier versorgt. Vielleicht sollten wir das für Dezember anpeilen, um uns zu erholen.

Samstag, 11. Oktober 2014

Wer lesen kann, muss auch mal schreiben

Sommer auf dem Tempelhofer Feld
Hier bin ich also. Die Uni hat wieder begonnen, und tralala, warum nicht einfach mal zwei Fotoprojekte und eine BA-Arbeit auf einmal auf die Studenten loslassen; es sind schließlich Studenten, die haben ja sonst nichts zu tun?
(Fairerweise muss man ja sagen, dass wir *tatsächlich* sonst nichts zu tun hätten, und dass wir ja an der Uni sind, um Fotoprojekte zu machen und Essays zu schreiben. Trotzdem. Hmpf.)
Dementsprechend vollgepackt sind meine Wochen im Moment. Ich versuche, mir darüber klar zu werden, was ich für das Projekt Kapitalismus im 21. Jahrhundert (deren Titel, nicht meiner) fotografieren will - ich muss das Anfang November abgeben. Gleichzeitig muss ich schon Präsentationen für das große, wichtige Abschlussprojekt vorbereiten. Und der Lesestoff für die BA-Arbeit liest sich leider auch nicht von allein.
Also flüchte ich. Am letzten Wochenende war ich in Hammersmith, London, beim zauberschönen, internationalen Theaterfestival All Change, wo es viel um's Geschichten-Erzählen ging, wo ich meine herzallerliebsten Jungs und Mädels von Barrel Organ wiedersah und ein wenig fotografierte. Außerdem besuchte ich die wunderbare Giulia, die ja netterweise immer eine Yoga-Matte für meine Übernachtungsbesuche bereit hält - auch kommende Woche wieder. Und ich war in meinem oberallerLieblingsbuchladen Gay's The Word (ich weiß, allein der Name!), den ihr alle, alle kennen werdet, wenn ihr erst einmal Pride gesehen habt! [Filmstart in Deutschland: 30.10. Keine Ausreden.] Dort hat mich Jim, Geschäftsführer und Gentleman der alten Schule, mit einem Stapel Bücher und einer DVD für meine BA-Arbeit versehen, und wir haben uns ganz gemütlich verquatscht. Außerdem war ich noch im besten Museum der Welt, dem ständig erwähnten Victoria and Albert Museum (V&A), die eine großartige und kostenlose Ausstellung zum Thema Protest laufen haben. Dort kamen mir fast die Tränen, weil die ein T-Shirt und ein Poster von Act Up haben. Mit dem Design, um das es in meiner BA-Arbeit geht. Mit Original-Notizen vom Designer. Hach.
Manchmal flüchte ich auch einfach vor den Computer. Gestern habe ich fleißig zwei Filme vom Sommer gescannt, mich wohlig in den Erinnerungen gesonnt und mich gefreut. Meinen Projekten geht's jetzt zwar immer noch nicht besser. Aber mir.
Am Mittwoch stürze ich mich dann also in den Kapitalismus des 21. Jahrhunderts. Ein Flucht-Theater-Termin ist aber schon arrangiert. Man darf sich ja nicht verrückt machen lassen. Schon gar nicht vom Kapitalismus, oder von Margaret Thatcher - um die geht's im nächsten Projekt. Grausig, gell?
Haha, 'gell'. Die süddeutschen Mitbewohner üben ihren Einfluss auf mich aus.
Sommer in Rumänien

Sonntag, 20. Juli 2014

Summertime

Einen herzallerliebsten Gruß aus Halle an der Saale, wo ich die Sonne genieße und sonst nichts tue.

Insofern kann ich auch nichts berichten. Höchstens noch, dass ich vorher in Berlin war. Berlin war sehr freundlich zu mir, die Sonne schien, ich hab einen der vielen englischen Buchläden gefunden und alles über David Bowie gelernt (Leute: ab in den Martin-Gropius-Bau. Lohnt sich.).
Und jetzt bin ich eben in Halle. Halle kann nicht so viel Kultur wie Berlin, dafür kann Halle Badesee. So muss das.


Montag, 7. Juli 2014

Warum die Welt Propeller braucht

Es ist wieder Shakespeare-Festival in Neuss und abgesehen von der vereinzelten Bombenentschärfung ist, oder in meinem Fall war, es auch wieder sehr gemütlich im Globe-Nachbau an der Pferderennbahn. Statt dem herzallerliebsten Fräulein C hat mich dieses Mal der Herr B, also mein Brüderchen, begleitet - und wurde sogleich in den geheimnisvollen Club der Propeller-Liebhaber aufgenommen. Gespielt wurde Comedy of Errors und A Midsummer Night's Dream, jeweils von der englischen Nur-Männer-Truppe, und wer nicht gestorben ist, der lacht noch heute.
So ein Geheimnis ist das ja eigentlich auch gar nicht. Propeller, so wurde die Dramaturgin vor jeder Aufführung nicht müde zu erwähnen, verkaufen sich bei jedem Neusser Festival in den ersten Stunden aus und freuen sich dann über ihr europäischen Publikum und die fünf, sechs, sieben Applausrunden (zu Recht). Comedy of Errors (Komödie der Irrungen) besticht mit unerwarteten Kung-Fu-Einlagen, lässigen Sombrero-Trägern und Liebeserklärungen an die Musik und Kleidung der 80er. Ganz genüsslich verstricken die Herren und "Damen" sich im Zwillings-Chaos aus Shakespeares allererster Komödie und finden auch noch Zeit, einem Fräulein im Publikum ein Ständchen in miesem Spanisch zu singen - der Rest des Publikums wird in der Pause zu guten Zwecken beschallt. Nur wenig sanfter geht es im Midsummer Night's Dream (Sommernachtstraum) zu, wo Puppen auf einem viktorianischen Dachboden zum Leben erwachen und sich unter Anleitung des bestrumpfhosten Puck wilde Geschichten erzählen. Da fliegen der Glitzer, Blümchen und Fäuste in absurdem Tempo, und spätestens beim Nervenzusammenbruch von Thisbe liegt der Zuschauer ermattet am Boden, nach Atem ringend und immer noch kichernd.
Schauspieler Dan Wheeler in Comedy- und Dream-Aufmachung
Nun ist es in Neuss ja so, dass nicht jeder perfekt Englisch spricht und schon gar nicht Shakespeares Englisch. Wie so oft mit Propeller hört man jedoch beim Ausgang jemand fröhlich trällern: "Ich hab kein Wort verstanden - und ich fand's super!" Eigentlich könnten die Propellers nämlich auch auf Suaheli spielen, es reicht ein Blick, ein Tonfall, eine Geste oder eine quietschende Lederhose, und man weiß, worum's geht und wer der Boss ist. Propeller ist der Boss. Das Theater braucht mehr Propeller, Neuss braucht mehr Propeller. Ich brauche mehr Propeller, jedes Jahr wieder. Neuss ist toll, und Propeller ist toll.

Nun. So weit, so schön - in der Theorie. Vor ein paar Tagen erreichte die Twitter- und Facebook-Fangemeinde die Schreckensnachricht, dass der Arts Council, so etwas wie der Kunst-Ausschuss der britischen Regierung, aber sehr viel reicher, eigenständiger und willkürlicher, sein neues Förderprogramm verkündet hatte - und für die nächsten drei Jahre Propeller einfach mal sämtliche Finanzierung entzogen hatte. Das ist schlecht, denn das ACE-Geld macht 20% der Propeller-Einnahmen aus und somit ist es jetzt ungewiss, ob Propeller, von Haus aus eine obdachlose Tour-Compagnie, jemals wieder touren kann. AAAAH.
Das darf nicht sein, dachte sich also der geheimnisvolle Club der Propeller-Liebhaber. Da wurde eine Petition geschrieben und, weil der Club bei aller Liebe zu 80er-Musik und viktorianischen Dachböden auch im Hier und Jetzt verortet ist, ein Hashtag (#savepropellergroup) samt Selfie-Kampagne gestartet. Die Petition hat nach fünf Tagen schon über 2000 Unterschriften und die Unterstützung der englischen Legende Stephen Fry und läuft auf Anordnung von Ed Hall, seines Zeichens Propeller-Gründer, munter weiter, bis sie kein Geheimnis mehr ist und der ACE ein Einsehen hat. Wenn Puppen Mundharmonika spielen können und Sombreros plötzlich cool sind, dann geschehen noch Zeichen und Wunder, oder so in der Art. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Übrigens: Nicht nur Propeller, auch die ähnlich leidenschaftlichen und wunderbaren Companien Red Ladder und Orange Tree hat es mit der Nullkommanull-Finanzierung erwischt. Auch dort sind die Rettungsmaßnahme angelaufen. Es lebe die Theaterkunst, mit oder ohne Regierungsgelder.

Ich bin wirklich erstaunt, durch diesen Beitrag gekommen zu sein, ohne einmal den ACE "Arschlöcher" genannt zu haben...ups. Ihr könnt ja die Petition unterschreiben, wenn ihr stolz auf mich seid.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Catch-Up 22

Huh, es wird ja echt mal wieder Zeit, ein wenig aufzuholen. Was habe ich denn so getrieben, seit ich mir die Beine in den Brecon Beacons blutig und juckend kratzte? Und warum kratzte ich sie mir überhaupt so?

Meinen unglücklichen Zusammenstoß mit den Brennnesseln verdanke ich der Einladung meines ehemaligen Kurs-Kollegen Richard, der in den Hängen des Sugarloaf, einem der Berge in den Brecon Beacons wohnt, und das nicht schlecht. Der freut sich immer, wenn wir zum Grillen kommen - solange wir Tiramisu und Wein mitbringen - und so machten sich auch "damals" einige von uns auf. Vor dem Grillen musste aber etwas Sport sein, und so sind wir auf den Sugarloaf rauf, haben uns die Arme und Nasen in der Sonne verbrannt, liebste Hunde getroffen, bis nach England gesehen und Pfadfinderinnen getriezt. Den Weg zurück wollte Richard durch den Wald nehmen. Nun. Der Weg war weg, aber da war ein Gebüsch, und hinter dem Gebüsch war der Fluss, über den wir wollten. Der Rest ist blutige Geschichte.
Der Nachmittag war ansonsten aber sehr schön entspannt, und es sind auch keine Narben zurückgeblieben! Mit langen Hosen kann ich einen Ausflug in die Brecon Beacons - und ins zentral gelegene, von Richards Haus wunderbar ameisengroß beschaubare Abergavenny - sehr empfehlen.

In der Woche danach war ich unter anderem in London, um unsere Abschluss-Klasse bei ihrem letzten Event und ihrer Buch-Veröffentlichung zu unterstützen und meine Freundin Giulia zu besuchen. Von da ging's ganz schnell nach Cardiff zu War Horse. Die Show ist nicht so herzig, wie sie im Trailer aussieht, doch sehr ergreifend, und malt mit sehr einfachen und erstaunlichen Mitteln die harte Realität des ersten Weltkriegs und die Freundschaft eines Jungen zu seinem Pferd auf die Bühne. Das ist auch sehr zu empfehlen, kostet bloß ein klein wenig mehr als ein Ausflug auf den Gipfel. In Deutschland ist die Show als "Die Gefährten" in Berlin und lohnt sich, laut meiner Eltern, genauso.

Und dann wurde es auch schon Zeit, alles endgültig zu packen, das Gewicht meines Koffers zu schätzen (hat nicht geklappt), und mich in einer Nachtfahrt zum Flughafen aufzumachen, um nach Deutschland zu fliegen. Und jetzt bin ich hier. Hallo.

Und was ich seitdem gemacht habe... das, liebe Kinder, erzähle ich euch nach der nächsten Maus. Oder so ähnlich.

Sonntag, 1. Juni 2014

Third Floor Gallery

Hallo, ihr Lieben,

falls ihr trotz Monatsende noch ein wenig Geld übrig habt und schnell noch etwas Gutes tun wollt, eine meiner absoluten Lieblings-Galerien und einer der besten Gründe, nach Cardiff zu kommen, braucht ganz dringend Unterstützung, um weiter bestehen zu können.

Hier könnt ihr helfen. (Und ja, es ist mir bewusst, dass die Deadline in 15 Stunden ist...!)

Mittwoch, 7. Mai 2014

Theater I

Schon viel zu lange her ist es: das National Student Drama Festival (NSDF), das vor Ostern in Scarborough stattfand. Ich durfte, dank eines Wettbewerbs mit der Kreativplattform IdeasTap, als einer von zwei offiziellen Festival-Fotografen fungieren - das war ein Spaß!
Scarborough ist ein recht kleines Städtchen an der Nord-Ost-Küste Englands, quasi auf der anderen Seite der Nordsee von der Heimatstadt aus gesehen, sehr mondän und sehr gemütlich, aber immerhin Heimat einer recht pfiffigen Theaterszene, die jedes Jahr vom NSDF noch angefeuert wird. Am NSDF dürfen alle teilnehmen, die zwischen 16 und 25 Jahre jung sind und Theater machen - unter der Voraussetzung, dass man von den sogenannten Selektoren, die jedes Jahr durchs Land reisen und Angst und Schrecken verbreiten (so stelle ich mir das vor), ausgewählt wird. Eine gewisse Qualität ist also sicher gestellt - würde man zumindest denken.
Giulia, meine herzallerliebste Mit-Fotografin, und ich sahen uns dabei einer kleinen Herausforderung gegenüber. Trotz beinahe jahrhundertelanger Festival-Tradition und einem lange, lange existierenden Festival-Magazin namens NoisesOff gab es nämlich noch nie Festival-Fotografen, und keiner hatte so richtig 'nen Plan, wie das denn laufen soll. Aber das haben wir natürlich locker-flockig gemeistert. Mit unseren Pässen, die um unsere Hälse baumelten und in Knallrot "Photographer" verkündeten, haben wir uns einfach in die Probe zur ersten Vorstellung geschlichen, nett Hallo gesagt und die Kameras gezückt. Das fanden die gar nicht so schlecht. Wir auch nicht.
Die ersten: Hungry Bitches mit "America". Name ist Programm, und so.
Nach 'ner Weile hatten wir's dann drauf, die Produzenten/Regisseure/Frauen für alles - welche Nummer man auch immer bekam - einfach vorher anzurufen oder anzuschreiben und ein paar Fototermine klar zu machen. Oder man freundete sich einfach mit einem Schauspieler in der Pausendisco an, das machte auch vieles sehr viel entspannter. So zogen wir dann täglich, bepackt mit Kamera, Monster-Objektiven und Keksen von Spielort zu Spielort, sagten nett Hallo, bekamen nett Hallo zurückgesagt und schon waren die Bilder im Kasten.
Festival-Sweethearts: Giulia und Will, "Enron"-Schauspieler
Morgens saßen wir meist im NoisesOff-Büro, lauschten den netten Theater-Kritikern, die sich dort Strom, Internet und Kaffee mit uns teilten und bearbeiteten die Bilder, während draußen die Surfer die ziemlich windige See eroberten - der Strand war nämlich gleich vor der Tür. Unterstützt wurden wir von unserem Mentor (oho!) Tony, von IdeasTap angeheuert und selbst begeisterter und höchst erfahrener Theaterfotograf. Der fand das, was wir da so knipsten, auch erstmal gut. So gut anscheinend, dass er uns fast täglich statt der vereinbarten zwei Mal besuchte und sich mit uns über die besten Bilder freute. Tony nahm uns auch die Angst vor der zweiseitigen Liste mit Anforderungen, die uns die Sunday Times geschickt hatte - er war da ganz lässig, nationale Zeitungen, die unsere Bilder wollen, sind doch ein Klacks, pah, und überhaupt, mit ein bisschen Photoshop und einer gesunden Portion Selbstvertrauen und haha, unserem Talent, wäre das alles ein Klacks. Notiz am Rande: Tony hat mal eine Geschichte über depressive Pinguine an die Bild-Zeitung verkauft. Ist dem Mann zu trauen?
Vorm Büro gleich rechts
Und natürlich, natürlich haben wir ganz viel Theater gesehen! Elf Shows insgesamt, davon vier Musicals, zwei Improvisationsstücke, zwei Highschool-Massaker, ein Stück über Plastikenten. Wobei es schon viel Geduld bedurfte, die jeweils drei Stunden "Jerusalem" und "Spring Awakening - The Musical" durchzuhalten. Dafür hätten "The Duck Pond" (eine charmante Enten-Version von Schwanensee) und "Road" (ein mehrbühniges Theater-Movie über die Thatcher-Ära) auch länger sein dürfen. Wir haben alles fotografiert und dann begeistert (mehr oder weniger) zugeguckt und geklatscht und Bühnenluft geschnuppert, hmmm. So viel Theater! Workshops! Diskussionen! So viele Bilder! Wir bekamen uns nicht mehr, Tony und das NoisesOff-Team bekamen sich nicht mehr ein, und die Sunday Times hat sich, glaube ich auch gefreut. Am Ende waren das sechs Bilder von mir auf deren Website und ein bisschen mehr Geld auf meinem Konto. Hehehe. Wir sind auf ein paar Websites gelandet. Und auf dem NoisesOff-Print-Cover war ich gleich fünf Mal in Folge... man muss auch mal angeben dürfen.
Abgebaut wurde auch...
Hach! Ich könnte noch so viel mehr erzählen. Von meiner äußerst charmanten Landlady im Mountview Hotel zum Beispiel, von all den Witzen, die im Büro gerissen wurden und mich diese Umgebung so schrecklich vermissen lassen, von der Frisur, die am Ende des Festivals alle (mir inklusive) trugen, von all den Theaterstücken, denen dieser Bericht gar nicht gerecht wird, vom hervorragenden Wetter, von dem Hasen, dem Mond...und...und...und...
Vielleicht hab ich ja noch ein Lieblingsbild für euch? Ich geh' mal stöbern.
The Duck Pond. Ohrwurmlastig. Und toll.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Der Tag wird kommen

Gut, zugegeben, ich hab lange nicht mehr geschrieben und dabei ist so viel passiert! Ich hole das bald nach, versprochen. Zunächst aber einmal ein ganz tolles Lied mit ganz tollem Text, das auf youtube als "angenehm wütend" beschrieben wurde, und das, wie ich finde, ganz zu Recht. Immer schön draufhauen auf die homophoben Vollidioten. (Und 'ne tolle Stimme hat er ja auch, der Marcus.)


Dienstag, 15. April 2014

This is how we roll

Damit ihr gucken könnt, was ich hier so tue: alles im Noises Off-Blog!

So viel Theater, und so wenig Zeit. Und Meer, und Sonne!

Mittwoch, 9. April 2014

Timing mit drei Sternchen

Es soll mal Zeiten gegeben haben, in denen ich jammerte, nachdem ich auch nur einen Satz aufs blütenweiße virtuelle Papier gebracht hatte. Es soll auch Zeiten gegeben haben, in denen ich lange, lange Zeit für läpperliche 2500 Worte brauchte. Nun ja. Diese Zeiten sind vorbei. 3 Tage und das Essay ist im Sack.
Das war einfacher als befürchtet, und wesentlich spannender, als zunächst dem Mitbewohner geklagt. Am Montag die Einleitung und ein paar erste Worte des ersten Kapitels, und dann gestern aus Versehen den ganzen Hauptteil geschrieben. Heute (trotz Kotzeritis!) das ganze nochmal überpoliert und das Fazit geschrieben, et voilà!
Pupseinfach, so ein Essay.
(Und die zwei Drittel der Recherche, die nicht mehr reingepasst haben, kommen eben in die Bachelor-Arbeit.)

Schon lange kein Doctor Who mehr geschaut...ich hab ja jetzt Ferien.

Samstag, 5. April 2014

Guter Tag

Heute war/ist ein guter Tag. Nicht nur, dass es der erste Tag meiner dreiwöchigen Osterferien ist, und das bedeutet, dass ich in nur einer Woche nach Scarborough fahre, um das National Student Drama Festival zu fotografieren, und in zwei Wochen nach Deutschland fliege. Es ist auch der erste offizielle Tag meiner dies-semestrigen Bemühungen, mein Essay zu schreiben, und netterweise ist pünktlich, pünktlich ein riesengroßes Paket angekommen, mit der DVD How To Survive A Plague. Letzteres (schau da, ein Trailer!) ist eine hervorragende Doku über die AIDS-Aktivisten von Act Up New York, und ich musste beim Gucken ganz viel weinen, und mich anschließend freuen, dass ich soviel davon für mein Essay verwenden kann und darf. Auch enthalten im riesengroßen Paket war mein neuer Rucksack, der mir von nun an ein treuer Reise-Kamerad sein wird, und reisen werde ich in den nächsten Wochen schließlich genug. Und zu guter letzt hat mein inzwischen kulturell ganz schön bewandertes Brüderchen mühelos Karten für's Shakespeare-Festival besorgt. Meine Sommerpläne stehen also auch fest - nun ja, zumindest für Ende Juni.
Und wie war euer Samstag so?

Freitag, 21. Februar 2014

Let's get down to business

Huch? Der letzte Blogpost vom letzten Samstag? No worries. Das Kind ist nicht in den Brunnen gefallen, nur schrecklich müde. Mitten in der Nacht bin ich aus London zurück gekommen und das Schlafdefizit macht sich noch bemerkbar. Aber eigentlich habe ich so viel zu erzählen!
Ich war mit zwölf Kommilitonen und unserer wunderbaren Herden-Chefin Lisa unterwegs in der großen Stadt (und in Brighton) für die network week, einer einmaligen Gelegenheit, Leute aus der Foto-Industrie zu treffen und hinter die Kulissen zu schauen. Übernachtet habe ich bei Freunden, das Geld ist vor allem für die Tube drauf gegangen (nicht für Foto-Bücher, schnief), und dazwischen hab ich mein Hirn zum Qualmen gebracht mit all den wertvollen Informationen, mit denen man uns zuballerte... wen haben wir nicht alles getroffen:
Zuerst, am Dienstag morgen, das über-über-über-populäre, arg berühmte und hochgehandelte Foto/Dokumentar/Kunst-Duo Adam Broomberg und Oliver Chanarin - von Lisa liebevoll Adam und Ollie genannt und geherzt. Für ihre Prominenz waren die beiden ganz entspannt und sehr großzügig - da durften wir schon mal die ersten Drucke von Ghetto begrabbeln, und bekamen eine exklusive Vorschau aufs neue Projekt (Tipp: es geht um August Sander, Überwachung und Pussy Riot...). Im wunderschönen Studio im wunderschönen Spitalfields liefen und quatschten wir uns so langsam warm für den Rest der Zeit.
Als Nächstes gab sich Tom Hunter im LCC die Ehre, uns durch seine Ausstellung zu führen und all unsere Fragen zu beantworten. Merke: auch als alter Hippie kann man es in der Fotografie weit bringen, das ist ja schon mal ganz beruhigend.
Am Mittwoch ging es sehr früh nach Brighton. Vom zerstörten Pier und Strand, wo mal die Promenade war, haben wir nichts gesehen - wir waren bei Ewen Spencer im Studio und haben uns eingegroovt. Die ersten machten große Augen: "So was will ich später auch!", während den anderen noch der Koffein-Mangel anzumerken war.
Weiter ging's zur Mini-Legende Simon Norfolk, der uns nirgendwo anders als in seiner eigenen (sehr teuren) Wohnung an der See empfing. Zwischen Afghanistan-Mitbringseln löcherten wir den Meister der Landschaftsfotografie und des Selbst-Verkaufens, der nicht müde wurde, seine links-politische Herkunft zu unterstreichen und uns nebenbei Tipps zu geben, wie man am besten und billigsten in Kabul Großformat-Fotografie betreibt.
Den Anschluss in Brighton gestaltete Simon Roberts, der es uns nicht übel nahm, dass wir etwas zu spät kamen, sondern ganz entspannt darüber plauderte, wie man mal so eben Drucke, Gallerie, Bücher, Zeitschriften und neue Arbeiten unter einen Hut bringt - mit drei Kindern. Manche sind eben doch besser als andere. Von beiden Simons würden wir auch am Donnerstag noch viel hören - hochgelobt als Vorbild für die kleinen Studenten. Unsere Kinnladen wurden immer lockerer, während unsere Hirne zu rauchen begannen.
Im Kleingruppen ging's am Donnerstag abermals durch London: Zuerst zu den Machern der Zeitschrift British Journal of Photography - der vielleicht einzige enttäuschende Besuch, denn das, was ich als meinen Traumjob erachtete, ist ein schnödes, hektisches Gruppenbüro, in dem alle nur an die nächste iPad-Version denken.
Dafür präsentierte sich danach das Team der Agentur Panos im stillen, Kanal-durchzogenen Hackney und nahm sich einfach mal mehr Zeit für uns als geplant, um uns auch wirklich all ihre Schwerpunkte erklären zu können. Das Design-Team, das im gleichen Büro wohnt, zeigte uns, wo wir schon mal da waren, wie man erfolgreich seine eigene kleine Nischen-Agentur aufbaut - Achtung, niedliche Kätzchen! Also, so für Panos zu arbeiten wär' schon geil...
Es folgte der wohl gemütlichste, aber auch leider kürzeste Abstecher ins Wohnzimmer von Maja Daniels, die zwischen zwei neugierigen Katzen und vielen Tassen Tee darüber plauderte, wie man als junge Fotografin auf sich aufmerksam macht und warum es gar nicht blöd ist, einen Abschluss in Soziologie zu haben.
Unseren Trip beendeten wir schließlich in Hoxton in der Flowers Gallery, wo sich die Gruppen (auch die, die statt Panos und Maja Nigel Shafran und Dafna Talmor besuchten) wieder fanden, um eine Exklusiv-Tour mit Jason Larkin durch seine noch nicht eröffnete Ausstellung zu bekommen, und um im Büro vom Chef auf dem Sofa zu lümmeln und Foto-Bücher anzugucken. Es wurde spät, es gab Wein, und allmählich taten die Köpfe schon fast weh vom gesammelten Wissen.
Zum Glück fuhren die Busse nach Newport noch am gleichen Abend...

Jetzt muss alles erstmal verdaut, die Füße ausgeruht, die Rucksäcke ausgepackt, die Bilder entwickelt werden. Schön war's. Viel war's. PUH.
(Aber ich hab mal in der Gallerie gefragt - die nehmen auch Praktikanten. Und mich kennen sie jetzt ja. Es gibt immer einen Weg zurück nach London...)

Mittwoch, 12. Februar 2014

Muskeln spielen lassen

Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist! Ich bin produktiv - habe schon Emails verschickt, Kurs-Kameraden wichtige Infos zukommen lassen, eine Paket-Zustellung arrangiert, meine Pläne für nächste Woche konkretisiert, und endlich mal eine UK-Sim-Karte bestellt - und es ist kurz nach 11. Ich hab noch nicht mal gefrühstückt. Oh weh.
Vielleicht ist das so ein Loop aus dem Wochenende, oder eine Kompensierung, oder so. Gestern im Seminar wurde mir (wie so ziemlich allen anderen auch) mal fett reingedrückt, dass wir quasi nur noch vier Wochen haben, um unser Projekt fertig zu stellen. AH! Ich hab ein paar Licht-Tests gemacht am Wochenende, und mir die Arme lang- und die Muskeln dickgeschleppt mit dem blöden Scheinwerfern. Ja, der Mensch, der immer moserte: "Also, Blitz find ich ja scheiße!", benutzt jetzt Scheinwerfer. Muskelkater ist vorprogrammiert.
Allerdings hab ich die Scheinwerfer und Models (!!!) derzeit nur wochenends zur Verfügung. Also muss ich mir unter der Woche etwas anderes suchen. Hmm. Ich denke, ich gehe jetzt erstmal frühstücken.


Mittwoch, 29. Januar 2014

Dresscode: Schwarz-Weiß

Heute gab's Feedback und Noten für die Bilder und während meine Gruppe die beste Note für die Ausstellung erhielt (verdientermaßen, finde ich!), bin ich mit der Einzelnote nicht ganz so zufrieden. Aber nun, was hilft's denn. Mein werter Mitbewohner merkte an, vermutlich zu Recht, dass es am Ende eh auf die Bilder ankommt, wenn man irgendwo ankommen möchte.
Und meine Bilder, die find ich gut. - Paul ermutigte mich in der Feedback-Runde, doch meine ganze Karriere auf die Theaterfotografie auszurichten, und die restliche Zeit in Newport zu nutzen, mich darauf zu spezialisieren. Ob ich darauf so Lust habe, weiß ich ja noch nicht so recht....
Aber ich will euch die Bilder auch nicht länger vorenthalten: Eine große Auswahl von Sleeping Beauties gibt's auf meiner brandneuen 500px-Seite zu sehen!

Adam Scales, Lisa Jên Brown und Molly Vevers in der Probe
Bettrys Jones und Cast auf der Bühne

Samstag, 18. Januar 2014

Keine Sorge, mir geht es gut.

Dies ist der 201. Eintrag auf der Website, und es ist mir ein wenig peinlich, dass ich die 200 so sehr bejubelt habe, nur um dann einen halben Monat lang nichts von mir zu geben. Zu meiner Verteidigung möchte ich anmerken, dass ich seitdem ganz schön viel erlebt habe und einfach keine Zeit und Lust zum Schreiben fand.
Fangen wir also von vorne an: Da stand ich ganz arglos am Meer, den Wind und die Wellen genießend, als plötzlich ein Piratenschiff heran segelte. "Holla!", rief der Piratenkapitän und schwenkte seinen Hut, "willst du mit uns auf Kaperfahrt fahren?" - "Hurra!", rief ich, band mir meinen Regenmantel fest und.... wie, höre ich euch schreien, das kann doch nicht die echte Geschichte sein? Na gut, seufz. Dann eben die Wahrheit.

Die Wahrheit ist, dass, wie alle Jahre wieder, Weihnachten und Neujahr so unglücklich aufeinander fielen, dass ich gar nicht mehr wusste, wie und wohin, und überhaupt, warum all die Geschenke und all das Essen?! Und da dachte ich gerade, der Trubel sei vorüber, da fand ich mich frühmorgens auf dem Bremer Flughafen wieder, und wenig später in London, und noch ein wenig später schon wieder in Newport. Durchatmen, Bett, Ruhe, dachte ich mir, aber nichts da. Eine Woche nach der Rückkehr warteten schon die Deadlines und rieben sich hämisch die Hände!
Meine Tage und Nächte verbrachte ich folglich damit, Wasserflecken von meinen Negativ-Scans zu photoshoppen, das beste Papier zu kaufen, und photogeshoppte Bilder auf bestem Papier zu drucken, nebenher noch Bücher zu wälzen, ein Essay zu schreiben, und beinahe krank zu werden. Dann wollte auch noch eine Ausstellung aufgebaut werden - der Tag hat ja mehr als 24 Stunden, also malerte und fegte ich auch noch, hegte und pflegte eine Website, twitterte viel und aß wenig (vor allem Fertigpizza). Am Montag durfte ich dann endlich meine Foto-Arbeit in Pauls Hände legen, am Dienstag das Essay einreichen, und am Donnerstag die Ausstellung eröffnen.
Ein Stress ohnegleichen! Da blieb nicht mehr viel Zeit für irgendetwas anderes. Zu meiner großen Freude, und verdientermaßen, bin ich mit dem Essay einigermaßen zufrieden, mit der Fotoarbeit sehr glücklich, und die Ausstellung läuft auch super. Ich habe sehr viel Lob für meine Bilder bekommen, noch ein paar Kaufinteressenten gefunden (mal schauen, ob das wirklich was wird...) und vegane Muffins gegessen. Es sind wirklich viele Leute zur Eröffnung gekommen, und Paul und den anderen Dozenten schien's ebenfalls gefallen zu haben.
Jetzt wird es Zeit, mal wieder ins Leben zurück zu kehren. Der Rost muss von den Blogs abgekratzt werden, Bilder wollen auf Flickr zur allgemeinen Bewunderung hochgeladen werden (bald versprochen), mein Küchenschrank hat Hunger auf Nahrungsmittel, die nicht aus Käse bestehen, und außerdem...fahre ich in die Schweiz! Und zwar morgen früh - meine allerliebste Erasmus-Freundin Mira und ich machen uns auf einen Roadtrip durch England, Frankreich und das Land des Stinkekäses. Wenn ich Internet finde, werde ich von unterwegs berichten.

Wie, schreit ihr jetzt, das war alles? Wegen so ein paar pupsigen, lausigen Uni-Sachen vernachlässigst du uns? Ach. Na gut, also nochmal von vorne: Da stand ich ganz arglos am Meer, den Wind und die Wellen genießend, als plötzlich ein Piratenschiff heran segelte...

Sonntag, 15. Dezember 2013

Adventkälte

Der Besuch hat schlechtes Wetter mitgebracht, oder einfach nur Pech. Nach etwa drei Wochen Regenpause hat es am Donnerstagabend angefangen zu regnen und seitdem nur selten wieder aufgehört. Es ist kalt, nass, und ekelig (die drei Wörter, die das walisische Wetter meist am besten beschreiben, aber ganz besonders im Moment). Gestern haben wir dem Wüten getrotzt und sind durch Cardiff gezogen, haben lecker Crêpes und Welsh Cakes gegessen, und uns noch einmal Sleeping Beauties angesehen (hach!). Heute geht es ins Kino - was soll man auch sonst tun, bei dem Wetter.

Das Tierchen zum Advent - "frohen dritten!":