Donnerstag, 31. Januar 2013
Le Pub
Mal wieder gepflegt die PFAs verachten, wie sie mit ihrem Wachs und ihrem Kunstblut spielen, hach. Wie niedlich.
Mittwoch, 30. Januar 2013
Eine Diva sein: Regel #9
Mit freundlichen Grüßen an Ida Nevasayneva von Les Ballets Trockadero de Monte Carlo (aus New York).
Bretter, die die Welt bedeuten
Ich möchte die Gelegenheit nutzen und an dieser Stelle für mein Lieblingstheater werben: die bremer shakespeare company! Die hat ganz große Neuigkeiten, denn der Umbau des Theaters am Leibniz-Platz ist fast fertig. Das bedeutet, dass meine Lieblings-company bald aus der Concordia in die Heimat zurückzieht und da ist alles neu und groß und glitzert und funkelt. Wie gut zu wissen, dass ich im März gleich zwei neue Stücke sehen werden: "Richard III" und "Pericles". Und wie ich mich darauf freue! Fotos vom Umbau und eine Ahnung davon, wie toll die neue Bühne aussehen muss, findet ihr: hier.
Dienstag, 29. Januar 2013
Den Himmel pieksen
Ich habe es an anderer Stelle schon einmal erwähnt, aber weil ich gerade gute Laune habe und das Adrenalin nur langsam davonspült, erzähle ich es noch einmal: Ich bin jetzt beim Zirkus!
Der Zirkus heißt NoFit State Circus und ist in Cardiff, und es ist nicht nur ein sehr spannender professioneller Zirkus mit eigenen Shows und so was, sondern auch ein Trainingsort für alle Zirkusbegeisterten, Profis wie Anfänger, von 3 Jahren aufwärts. Man kann dort bei Kursen mitmachen und alles mögliche lernen, etwa Jonglieren oder Kunststücke auf dem Trapez, mehr Biegbarkeit und Dehnbarkeit, Gymnastik, Trampolin, Einradhockey... ich habe mich aus Zeitgründen und Neugier erst einmal für den Anfängerkurs in "Acrobalance" entschieden. Das habe ich bisher immer als "man macht lustige Sachen auf anderer Leute Knie" umschrieben, und es ist im Grunde wirklich nicht viel mehr als die Zwei-Mann-Pyramiden, die man damals im Sportunterricht im Schwerpunkt "Akrobatik" gelernt hat. Nur spannender. Und irgendwie besser.
Ich bin ja nun auch nicht die leichteste unter den Gazellen, aber die lassen einen so rumprobieren und mit dem richtigen Gleichgewichtssinn und etwas Körpergefühl geht tatsächlich einiges, unabhängig von jeglichen Gewichtsklassen. Nachdem ich das letzte Mal gleich mal einen Handstand auf fremden Knien gewagt habe, war heute unter anderem astreines Planking auf fremden Füßen gefragt (die Turnfigur "Kerze" kennt ihr, oder? Das... und dann legt man sich eben auf die Füße. Und hält die Balance.), was das nächste Mal übrigens mit Anlauf und Springen klappen soll (ich zweifle noch). Und ich stand auf den Schultern eines anderen! Zweimal! Ganz schön hoch, da oben, aber die Luft ist gut.
Ja, es macht Spaß, das Zirkusleben. Wenn alles gut geht, werde ich bei NoFit State auch mein nächstes Fotoprojekt anleiern und dokumentieren, wie Zirkus und Publikum zusammen kommen und aus all dem Chaos ein schönes, spaßiges Ganzes kreiert wird. Und ich bin mittendrin.
Ansonsten macht mir das Wetter allerdings ein wenig zu schaffen. Letzte Woche hatten wir Schnee und ich habe noch gerade so den letzten Bus von Cardiff zurück nach Newport erwischt, bevor der Verkehr eingestellt wurde - heute ist der dritte Tag in Folge, an dem es in Strömen regnet. Für den Verkehr ist das nicht so tragisch (auch wenn tiefer in den Valleys ein paar Straßen überflutet sind), aber mich persönlich nervt das ganz schön, bei dem Wind wird man nämlich unweigerlich pitschnass, wenn man auch nur einen Fuß vor die Tür setzt. Wer auch immer den Himmel angepiekst hat, möge er ein Plaster draufkleben! Er darf sich dazu auch auf meine Schultern stellen.
Der Zirkus heißt NoFit State Circus und ist in Cardiff, und es ist nicht nur ein sehr spannender professioneller Zirkus mit eigenen Shows und so was, sondern auch ein Trainingsort für alle Zirkusbegeisterten, Profis wie Anfänger, von 3 Jahren aufwärts. Man kann dort bei Kursen mitmachen und alles mögliche lernen, etwa Jonglieren oder Kunststücke auf dem Trapez, mehr Biegbarkeit und Dehnbarkeit, Gymnastik, Trampolin, Einradhockey... ich habe mich aus Zeitgründen und Neugier erst einmal für den Anfängerkurs in "Acrobalance" entschieden. Das habe ich bisher immer als "man macht lustige Sachen auf anderer Leute Knie" umschrieben, und es ist im Grunde wirklich nicht viel mehr als die Zwei-Mann-Pyramiden, die man damals im Sportunterricht im Schwerpunkt "Akrobatik" gelernt hat. Nur spannender. Und irgendwie besser.
Ich bin ja nun auch nicht die leichteste unter den Gazellen, aber die lassen einen so rumprobieren und mit dem richtigen Gleichgewichtssinn und etwas Körpergefühl geht tatsächlich einiges, unabhängig von jeglichen Gewichtsklassen. Nachdem ich das letzte Mal gleich mal einen Handstand auf fremden Knien gewagt habe, war heute unter anderem astreines Planking auf fremden Füßen gefragt (die Turnfigur "Kerze" kennt ihr, oder? Das... und dann legt man sich eben auf die Füße. Und hält die Balance.), was das nächste Mal übrigens mit Anlauf und Springen klappen soll (ich zweifle noch). Und ich stand auf den Schultern eines anderen! Zweimal! Ganz schön hoch, da oben, aber die Luft ist gut.
Ja, es macht Spaß, das Zirkusleben. Wenn alles gut geht, werde ich bei NoFit State auch mein nächstes Fotoprojekt anleiern und dokumentieren, wie Zirkus und Publikum zusammen kommen und aus all dem Chaos ein schönes, spaßiges Ganzes kreiert wird. Und ich bin mittendrin.
Ansonsten macht mir das Wetter allerdings ein wenig zu schaffen. Letzte Woche hatten wir Schnee und ich habe noch gerade so den letzten Bus von Cardiff zurück nach Newport erwischt, bevor der Verkehr eingestellt wurde - heute ist der dritte Tag in Folge, an dem es in Strömen regnet. Für den Verkehr ist das nicht so tragisch (auch wenn tiefer in den Valleys ein paar Straßen überflutet sind), aber mich persönlich nervt das ganz schön, bei dem Wind wird man nämlich unweigerlich pitschnass, wenn man auch nur einen Fuß vor die Tür setzt. Wer auch immer den Himmel angepiekst hat, möge er ein Plaster draufkleben! Er darf sich dazu auch auf meine Schultern stellen.
Montag, 28. Januar 2013
Le monde et la résistance
Ich gehe in den Widerstand.
Erst einmal gegen den Regen und den Sturm, die draußen wüten. Ich sehe es überhaupt nicht ein, mich davon nerven zu lassen. Meine Regenjacke und ich, wir werden es euch schon zeigen! Überhaupt, ich bin gut gerüstet, um trotzdem einen guten Tag zu verbringen! Ich habe habe Tee, und ich habe DVDs, und ich habe Trotz. Viel Trotz.
Den benötige ich auch, um meinen zweiten Widerstand zu errichten. Ich trotze nämlich Paul. Wir hatten heute unsere Ideen-Seminare, bei denen es um Vorschläge für das nächste, große Fotoprojekt ging. Und Paul fand meinen Lieblingsvorschlag (ich gehe zum Zirkus!) irgendwie blöde und langweilig, und hat dann versucht, meinen zweiten Vorschlag (Graffittis!) falsch zu verstehen und komplett umzumodeln, bis es ihm gepasst hat. Püh. Nö. So nicht, Freundchen!
Er hat allerdings auch gesagt, dass das Projekt ein reines Lern-Projekt ist und dass wir uns etwas suchen sollen, was uns wirklich interessiert, damit wir daran wachsen können. Pech, für ihn, dass mich seine Vorstellung meines Projekts nicht so sehr anmacht. Ich bleibe beim Zirkus, und wenn er mir dafür eine schlechte Note geben will, soll er doch.
"There's a new world for the winning,
there's a new world to be won."
(Ich kann die Klappe ja auch gut aufreißen. Mit zweimal sehr guten Noten für die letzten beiden Fotoprojekte stehe ich auf ziemlich festen Barrikaden, haha.)
Erst einmal gegen den Regen und den Sturm, die draußen wüten. Ich sehe es überhaupt nicht ein, mich davon nerven zu lassen. Meine Regenjacke und ich, wir werden es euch schon zeigen! Überhaupt, ich bin gut gerüstet, um trotzdem einen guten Tag zu verbringen! Ich habe habe Tee, und ich habe DVDs, und ich habe Trotz. Viel Trotz.
Den benötige ich auch, um meinen zweiten Widerstand zu errichten. Ich trotze nämlich Paul. Wir hatten heute unsere Ideen-Seminare, bei denen es um Vorschläge für das nächste, große Fotoprojekt ging. Und Paul fand meinen Lieblingsvorschlag (ich gehe zum Zirkus!) irgendwie blöde und langweilig, und hat dann versucht, meinen zweiten Vorschlag (Graffittis!) falsch zu verstehen und komplett umzumodeln, bis es ihm gepasst hat. Püh. Nö. So nicht, Freundchen!
Er hat allerdings auch gesagt, dass das Projekt ein reines Lern-Projekt ist und dass wir uns etwas suchen sollen, was uns wirklich interessiert, damit wir daran wachsen können. Pech, für ihn, dass mich seine Vorstellung meines Projekts nicht so sehr anmacht. Ich bleibe beim Zirkus, und wenn er mir dafür eine schlechte Note geben will, soll er doch.
"There's a new world for the winning,
there's a new world to be won."
(Ich kann die Klappe ja auch gut aufreißen. Mit zweimal sehr guten Noten für die letzten beiden Fotoprojekte stehe ich auf ziemlich festen Barrikaden, haha.)
Montag, 21. Januar 2013
Review: "The Hobbit", J.R.R. Tolkien
Erneut gelesen, dieses Mal in Englisch, neugierig geworden durch den Film: Es war etwas anders, als ich es in Erinnerung hatte, ein bisschen gruseliger, etwas spannender, etwas länger (lese ich langsamer, oder ist das Original besser, oder...?). Die englische Neuauflage [Harper Collins, 2011] ist sehr liebevoll aufgemacht, mit zwei Vorworten von J.R.R. Tolkien selbst und seinem Sohn Christopher, den unverzichtbaren Originalzeichnungen, und dem ersten Kapitel von "Herr der Ringe" im Anschluss - "ein Buch, sie zu knechten".
Die Geschichte des kleinen Hobbits ist wirklich fantastisch und sehr spannend, abwechslungsreich und humorvoll erzählt. Kindern würde ich es vermutlich nicht zu früh vorlesen. Ich habe es aber in vollen Zügen genossen und vor allem ist mir bei der zweiten Lektüre aufgegangen, wie viel wirklich in der Geschichte steckt und warum man sehr wohl drei Filme daraus machen kann. Für mich ist es wohl eines der herausragenden Meisterwerke der Fantasy-Literatur.
Usk Valley Walk
Es liegt immer noch ein bisschen Schnee draußen, aber es war vorgestern, als ich die Zwerge aus dem Hobbit beim Wort nahm ("far over the misty mountains high...") und in mein eigenes kleines Abenteuer aufbrach. Das war zunächst etwas unabsichtlich, denn eigentlich wollte ich nach Christchurch, einem kleinen Dorf eine Meile von Caerleon, um dort Fotos vom verschneiten Tal zu machen. Christchurch war mir aber nicht hoch genug und nach einigem Laufen und Gucken habe ich schließlich den Usk Valley Walk gefunden.
Dieser ist um diese Jahreszeit nicht mehr als ein verborgener, eingematschter Pfad durch den Wald, aber mit Alice im Wunderland im Hinterkopf kann man sich dort entlang schleichen und hat die wunderbarsten Aussichten.
Das längliche rote Gebäude mit dem Turm und den vielen Fenstern, das so malerisch eingerahmt wird, ist meine Uni.
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