Messer, Schere, Feuer, Licht ist für Kinderhände nicht... und mich sollte man am Besten auch nicht in die Nähe lassen. Wie ich gerade gemerkt habe, habe ich mutwillig den UV-Filter meiner Digitalkamera angekokelt, als ich noch ein kleines Stückchen näher... und noch ein Stückchen... und noch eins an Matthew und seine Metallsäge rangekrochen bin. Schöne Fotos, ansonsten.
Ich war heute wieder im Sherman Cymru-Theater und hab den Tischlern/Bühnenplastikern zugeschaut. Sehr eifrig zugeschaut, denn es sind über 600 Bilder entstanden, zumeist von den selben wenigen Motiven... entweder Matthew mit besagter Metallsäge, oder seine Assistentin, die an einer riesigen, wunderschönen Schneeflocke gearbeitet hat. Die Bühne für "Peter Pan" wird fantastisch, so wie es bisher aussieht. Ein riesiges, surreales Wunderland aus Ästen und Schneeflocken in Blau und Rot. Oooh, Theater, wie hab ich dich vermisst!
... der Laptop wird gerade ganz schön warm, während er versucht, die Bilder zu importieren. Es sind insgesamt 1338 Objekte, da ich nicht nur .jpeg-, sondern gleichzeitig auch .raw-Dateien fotografiere. Armer Speicherplatz.
In den nächsten Wochen kann ich immer wieder im Sherman Cymru vorbei gucken, die kennen mich jetzt und sind alle sehr nett und hilfsbereit und fotogen. Besonders freue ich mich auf die Woche vom 19. November an, dann ist "production week" und alles wird fertig und kommt zum ersten Mal auf die Bühne und ganz viele Leute werden ganz beschäftigt sein - und ich mittendrin! Ich wurde heute sogar schon gefragt, ob ich nicht zum Team von "Peter Pan" gehöre. Nun... quasi.
Im Übrigen war meine Rolleiflex endlich beim Onkel Doktor. Und was musste der Techniker feststellen? Es ist nicht nur eine, sondern gleich zwei Maladien, an denen meine Kamera leidet. Das erste ist eine chronische Batterie-Abneigung, die sogleich mit einer noch neueren Batterie behoben wurde, vorerst jedenfalls (und er hatte doch recht, mit seinen Batterien. Grumpf.). Das zweite ist eine gewisse Altersschwäche, der nur mit Sport beigekommen werden kann... Training steht auf dem Programm! Film raus und dann immer schön spulen, klicken, spulen. Mal sehen, wer am Ende mehr Muskeln hat - die Kamera oder mein Daumen.
Ansonsten plane ich ein paar Neuheiten für den Blog, also wundert euch nicht, wenn hier in nächster Zeit mal was anders ist.
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Montag, 29. Oktober 2012
Le monde et la technologie.
Like a boss!
Heute war der erste B/W-Entwicklungs-Workshop angesagt, mit Film in Chemikalien tauchen und trocknen lassen und Kontaktabzüge anfertigen und allem drum und dran. Zunächst einmal hat es mich ja sehr beruhigt, nicht der Einzige im Raum zu sein, der das noch nie gemacht hat; und so schwer war es dann auch gar nicht. Das einzig wirklich fiese ist, den Film in kompletter Dunkelheit aus der Dose auf die Entwicklungsspirale und in die Entwicklungsdose zu frimeln, danach geht alles ganz in Ruhe von Statten und auch der null-erfahrene Fotostudent hat eine reelle Chance, einen wunderbaren Film zu entwickeln.
Und schon hatte ich meinen ersten Kontaktabzug! Hurr! Und die Fotos, frisch und fröhlich mit der Nikon F80 weggeschossen, sehen gar nicht mal schlecht aus. Me ever so brilliant, muhaha.
Heute war der erste B/W-Entwicklungs-Workshop angesagt, mit Film in Chemikalien tauchen und trocknen lassen und Kontaktabzüge anfertigen und allem drum und dran. Zunächst einmal hat es mich ja sehr beruhigt, nicht der Einzige im Raum zu sein, der das noch nie gemacht hat; und so schwer war es dann auch gar nicht. Das einzig wirklich fiese ist, den Film in kompletter Dunkelheit aus der Dose auf die Entwicklungsspirale und in die Entwicklungsdose zu frimeln, danach geht alles ganz in Ruhe von Statten und auch der null-erfahrene Fotostudent hat eine reelle Chance, einen wunderbaren Film zu entwickeln.
Und schon hatte ich meinen ersten Kontaktabzug! Hurr! Und die Fotos, frisch und fröhlich mit der Nikon F80 weggeschossen, sehen gar nicht mal schlecht aus. Me ever so brilliant, muhaha.
Danach hab ich dann einige Zeit im Computerraum und vor meinem Laptop verbracht, um meine Tickets für Deutschland nächste Woche (uiii!) zu kaufen bzw. auszudrucken. Ein nicht ganz einfaches Prozedere, aber natürlich hab ich auch das gerockt. Und kann das Onlineverfahren von nationalexpress.co.uk jetzt im Schlaf.
Ein erfolgreicher Tag, möchte ich meinen, auch wenn ich kein Foto gemacht hab (na gut, dass eine da oben).
Samstag, 27. Oktober 2012
...und immer schön am Ball bleiben
Rugby bleibt mir ein Rätsel. Aber nachdem ich mir heute ein paar Stunden lang die Finger auf dem Caerleoner Rugbyfeld abgefroren habe, muss ich zugeben: Einen gewissen Reiz hat dieses Spiel schon. Zumindest, wenn ein paar Amateur-Mannschaften sich gegenseitig die Rüben zerkloppen und das ganze Dorf hat drumherum eine gute Zeit. Und ich, mittendrin, mache Fotos. - Zum Glück muss ich nicht mitspielen.
Clive hat gesagt, ich solle produktiver werden. Bitteschön. Opfere ich eben meine Finger für ein paar gute Bilder.
Clive hat gesagt, ich solle produktiver werden. Bitteschön. Opfere ich eben meine Finger für ein paar gute Bilder.
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Der Moment...
... in dem man erfährt, dass das Seminar, für das man bis spät in die Nacht eine wunderschöne Präsentation vorbereitet hat, ausfällt:
Määääh.
Als ob die Woche ja nicht nervig genug gewesen wäre!
Montag: Clive, der einem erzählt, man müsse produktiver werden; und Martin Parr, der ein egozentrischer Blödmann ist.
Dienstag: Eine Vorlesung über Landschaftsfotografie in Wales im 19. Jahrhundert
Mittwoch: Bafög-Amt - kein weiterer Kommentar
Donnerstag: Colin ist krank.
Freitag: ... bleibt abzuwarten.
Das Gute an dieser Woche: Ich habe mir eine Torchwood-DVD gekauft, einen Typen in einem Captain-Jack-Harkness-Kostüm getroffen, viele Bilder gemacht, ich war wieder im Sherman-Theater, und ich habe meinen Flug für Weihnachten gebucht! Es ist nicht alles schlecht.
Määääh.
Als ob die Woche ja nicht nervig genug gewesen wäre!
Montag: Clive, der einem erzählt, man müsse produktiver werden; und Martin Parr, der ein egozentrischer Blödmann ist.
Dienstag: Eine Vorlesung über Landschaftsfotografie in Wales im 19. Jahrhundert
Mittwoch: Bafög-Amt - kein weiterer Kommentar
Donnerstag: Colin ist krank.
Freitag: ... bleibt abzuwarten.
Das Gute an dieser Woche: Ich habe mir eine Torchwood-DVD gekauft, einen Typen in einem Captain-Jack-Harkness-Kostüm getroffen, viele Bilder gemacht, ich war wieder im Sherman-Theater, und ich habe meinen Flug für Weihnachten gebucht! Es ist nicht alles schlecht.
Mittwoch, 24. Oktober 2012
Post vom Bafög-Amt
"...Gem.
§ 7 Abs. 3 BaföG muss der Fachrichtungswechsel nach dem 1.-2.
Semester aus wichtigem Grund erfolgen. Dies ist in der Regel ein
Neigungswandel und bleibt bei erstmaligem Wechsel ohne Folgen für
die Förderung. Nach dem 3. Semester ist ein unabweisbarer Grund
nachzuweisen, eine Förderung ist dann nur noch als vollverzinsliches
Bankdarlehen möglich. Bei nicht Vorliegen eines unabweisbaren
Grundes ist eine Förderung ausgeschlossen. ..."
Mich dünkt, Studienabbrecher werden von potenziellen Geldgebern nicht gern gesehen. Ich fühle mich diskriminiert. Hätte ich nicht so tolle Leute in Bremen kennen gelernt, würde ich meine 4 Semester dort glatt bereuen.
Sonntag, 21. Oktober 2012
Doc Phots
Von links nach rechts:
Unterste Reihe: Catalin, George, Luke, Paul, Kieran, Tom, Kirsty, moi, Kieran
Zweite Reihe: Clive, Isaac, Hannah, Becc, Jasmin, Richard
Dritte Reihe: Sam, Agata, Clio, Bandia
Vierte Reihe: Sebastian, Dec, Tasha
Fünfte Reihe: Federico, Christoph, Ken
...ta-daa!! Wir Doc Phots. Nicht alle, aber die meisten. (Foto von Catalin. Ich sollte aufhören, Fotos von ihm zu klauen.)
Freitag, 19. Oktober 2012
Le monde et la musique.
Ich bin so doof. Die Scissor Sisters sind am Montag in Bristol, also auf der anderen Seite des Flusses. Und ratet, wer es nicht geschafft hat, sich rechtzeitig Tickets zu kaufen? Richtig. Ich.
Was mich aber zum heutigen Thema führt: Musik. Genauer gesagt, Fotografen und Musik. In den vergangenen Tagen haben wir viel über persönliche Werdegänge, Interessen und Inspirationen gesprochen, aber - unter anderem auch, weil Clive, Paul und Ken schon sehr lange fotografieren - über die Entwicklung der Fotografie und die Einordnung dieser in Hinsicht auf andere künstlerische Disziplinen. Gerade in der Dokumentarfotografie kommt oft die Frage auf, ob das eigentlich Kunst ist, was wir hier machen, oder nicht viel mehr eine technische Disziplin. Immerhin tun wir ja zunächst nichts anderes, als die richtige Blende, die richtige Belichtung, den richtigen Blitz, den richtigen Blickpunkt einzustellen, um abzulichten, was ohnehin da ist. (Püh.) Ich will mich da gar nicht lange mit aufhalten. Dokumentarfotografie ist definitiv Kunst, auch wenn eine Unterscheidung zwischen Kunstfotografie und Dokumentarfotografie gemacht wird. Seit den 80ern wird Dokumentarfotografie regelmäßig ausgestellt und bewundert, und wie die meisten Künstler haben wir den Anspruch, Ästhetik mit Aussage zu verbinden. Andere benutzen den Pinsel oder die Gitarre, wir benutzen unsere Kameras.
Ein weiteres Argument dafür, dass Dokumentarfotografen keinesfalls rationale, rein technisch gesteuerte Köpfe sind, habe ich in Gregynog gefunden. Wie bereits erwähnt, haben unsere Lehrer Clive, Ken und Paul ihre persönlichen Arbeiten vorgestellt und viel über ihre Hintergründe, ihre Gedanken und ihre Inspirationen gesprochen. Worin die drei, die ansonsten sehr unterschiedlich arbeiten, sich einig sind, ist ihre Liebe zur Musik. Paul hat über die Jazz- und Swing-Musik der 60er und 70er Interesse am Civil Rights Movement in den USA gefunden, und ist darüber zur Fotografie gekommen. Er hat uns einige seiner bevorzugten Lieder aus verschiedenen Epochen vorgespielt, und man konnte in seinen Fotos eine ähnliche Entwicklung feststellen wie in der Musik. Clive, der schon sehr lange in Newport unterrichtet, hat uns erzählt, dass er viel weniger Inspiration aus Fotos von anderen zieht als aus der Musik, die er tagtäglich hört, im Radio, auf dem Weg zur Uni. Tim Smith, der Gastdozent, hat als Band-Fotograf angefangen. Und Ken hat uns heute morgen zur letzten Vorlesung mit Country-Musik empfangen, und während wir eingetrudelt sind, hatten er und Paul eine lebhafte Diskussion: "Kennst du die und die Band?" "Nee..." "Solltest du mal hören, könnte dir gefallen." Die iTunes-Bibliothek war nicht von schlechten Eltern, äh, Musikern.
Mein Standpunkt ist vermutlich angelehnt an das alte Sprichwort: "Wer gern singt, kann kein schlechter Mensch sein". Mir haben die Tage in Gregynog jedenfalls wieder einmal gezeigt, wie eng zwei künstlerische Disziplinen, in diesem Fall Musik und Fotografie, verknüpft sein können. Ich glaube, dass Musik ein sehr großes inspirierendes Potenzial hat und wer sich auf Musik einlassen kann, auf die Emotionen, auf die Aussagen, wer sich von der Musik tragen lassen kann, der kann viel daraus schöpfen. Und ich möchte an dieser Stelle anzweifeln, dass rein technisch-mathematisch-rationale Menschen sich sehr viel aus Musik machen. Das habe ich so bisher nicht erlebt. Und selbst wenn. Ich glaube, wenn man sich von Musik - oder jeglicher anderer Kunstform - zu eigenen Werken inspirieren lassen kann, ist oder wird man Künstler.
Ich kann noch viel mehr Beispiele aufzählen. Unser Techniker Dennis, in dessen Biografie als herausragendes Merkmal seine Blues- und Folk-Sammlung genannt wird. Unser Techniker Ian vergleicht jpeg-Dateien gerne mit mp3. Colin, unser Theoriedozent, guckt gerne verrückte Musikvideos von ehemaligen Fotografen. Kieran aus meinem Kurs hat eine Musikbibliothek auf seinem Computer, die für 15 Tage reicht; Kirsty (die später Bands fotografieren will) und Sam haben Karten fürs Glastonbury-Festival, das - wie auch die Scissor Sisters - leider schon ausverkauft ist; Tom reist für Festivals extra nach Frankreich. Und zuletzt bin da ja noch ich. Meine iTunes-Bibliothek ist "nur" 3 Tage lang, aber ich liebe Musik. Ich liebe die Emotionen, die ich daraus ziehe, sei es das eine Lied von Two Door Cinema Club, zu dem ich immer wild rumhüpfen muss, oder das andere Lied von Wir Sind Helden, das mich jedes Mal weinen lässt. Ich liebe Songtexte, und habe ständig irgendwelche Zeilen im Kopf, wenn nicht sogar komplexe Ohrwurmgebilde. Ich brauche Musik und bin ständig auf der Suche nach Neuem. Zur Fotografie hat es mich noch nicht inspiriert, aber die Macht der Musik hat definitiv schon das Schreiben gefördert, die dritte Disziplin, in die ich ganz vernarrt bin. Das mit der Fotografie kommt sicher noch. Ich bin mir da ganz sicher, jetzt, nach Gregynog.
Wie versprochen, noch ein paar künstlerische Ergüsse:
Was mich aber zum heutigen Thema führt: Musik. Genauer gesagt, Fotografen und Musik. In den vergangenen Tagen haben wir viel über persönliche Werdegänge, Interessen und Inspirationen gesprochen, aber - unter anderem auch, weil Clive, Paul und Ken schon sehr lange fotografieren - über die Entwicklung der Fotografie und die Einordnung dieser in Hinsicht auf andere künstlerische Disziplinen. Gerade in der Dokumentarfotografie kommt oft die Frage auf, ob das eigentlich Kunst ist, was wir hier machen, oder nicht viel mehr eine technische Disziplin. Immerhin tun wir ja zunächst nichts anderes, als die richtige Blende, die richtige Belichtung, den richtigen Blitz, den richtigen Blickpunkt einzustellen, um abzulichten, was ohnehin da ist. (Püh.) Ich will mich da gar nicht lange mit aufhalten. Dokumentarfotografie ist definitiv Kunst, auch wenn eine Unterscheidung zwischen Kunstfotografie und Dokumentarfotografie gemacht wird. Seit den 80ern wird Dokumentarfotografie regelmäßig ausgestellt und bewundert, und wie die meisten Künstler haben wir den Anspruch, Ästhetik mit Aussage zu verbinden. Andere benutzen den Pinsel oder die Gitarre, wir benutzen unsere Kameras.
Ein weiteres Argument dafür, dass Dokumentarfotografen keinesfalls rationale, rein technisch gesteuerte Köpfe sind, habe ich in Gregynog gefunden. Wie bereits erwähnt, haben unsere Lehrer Clive, Ken und Paul ihre persönlichen Arbeiten vorgestellt und viel über ihre Hintergründe, ihre Gedanken und ihre Inspirationen gesprochen. Worin die drei, die ansonsten sehr unterschiedlich arbeiten, sich einig sind, ist ihre Liebe zur Musik. Paul hat über die Jazz- und Swing-Musik der 60er und 70er Interesse am Civil Rights Movement in den USA gefunden, und ist darüber zur Fotografie gekommen. Er hat uns einige seiner bevorzugten Lieder aus verschiedenen Epochen vorgespielt, und man konnte in seinen Fotos eine ähnliche Entwicklung feststellen wie in der Musik. Clive, der schon sehr lange in Newport unterrichtet, hat uns erzählt, dass er viel weniger Inspiration aus Fotos von anderen zieht als aus der Musik, die er tagtäglich hört, im Radio, auf dem Weg zur Uni. Tim Smith, der Gastdozent, hat als Band-Fotograf angefangen. Und Ken hat uns heute morgen zur letzten Vorlesung mit Country-Musik empfangen, und während wir eingetrudelt sind, hatten er und Paul eine lebhafte Diskussion: "Kennst du die und die Band?" "Nee..." "Solltest du mal hören, könnte dir gefallen." Die iTunes-Bibliothek war nicht von schlechten Eltern, äh, Musikern.
Mein Standpunkt ist vermutlich angelehnt an das alte Sprichwort: "Wer gern singt, kann kein schlechter Mensch sein". Mir haben die Tage in Gregynog jedenfalls wieder einmal gezeigt, wie eng zwei künstlerische Disziplinen, in diesem Fall Musik und Fotografie, verknüpft sein können. Ich glaube, dass Musik ein sehr großes inspirierendes Potenzial hat und wer sich auf Musik einlassen kann, auf die Emotionen, auf die Aussagen, wer sich von der Musik tragen lassen kann, der kann viel daraus schöpfen. Und ich möchte an dieser Stelle anzweifeln, dass rein technisch-mathematisch-rationale Menschen sich sehr viel aus Musik machen. Das habe ich so bisher nicht erlebt. Und selbst wenn. Ich glaube, wenn man sich von Musik - oder jeglicher anderer Kunstform - zu eigenen Werken inspirieren lassen kann, ist oder wird man Künstler.
Ich kann noch viel mehr Beispiele aufzählen. Unser Techniker Dennis, in dessen Biografie als herausragendes Merkmal seine Blues- und Folk-Sammlung genannt wird. Unser Techniker Ian vergleicht jpeg-Dateien gerne mit mp3. Colin, unser Theoriedozent, guckt gerne verrückte Musikvideos von ehemaligen Fotografen. Kieran aus meinem Kurs hat eine Musikbibliothek auf seinem Computer, die für 15 Tage reicht; Kirsty (die später Bands fotografieren will) und Sam haben Karten fürs Glastonbury-Festival, das - wie auch die Scissor Sisters - leider schon ausverkauft ist; Tom reist für Festivals extra nach Frankreich. Und zuletzt bin da ja noch ich. Meine iTunes-Bibliothek ist "nur" 3 Tage lang, aber ich liebe Musik. Ich liebe die Emotionen, die ich daraus ziehe, sei es das eine Lied von Two Door Cinema Club, zu dem ich immer wild rumhüpfen muss, oder das andere Lied von Wir Sind Helden, das mich jedes Mal weinen lässt. Ich liebe Songtexte, und habe ständig irgendwelche Zeilen im Kopf, wenn nicht sogar komplexe Ohrwurmgebilde. Ich brauche Musik und bin ständig auf der Suche nach Neuem. Zur Fotografie hat es mich noch nicht inspiriert, aber die Macht der Musik hat definitiv schon das Schreiben gefördert, die dritte Disziplin, in die ich ganz vernarrt bin. Das mit der Fotografie kommt sicher noch. Ich bin mir da ganz sicher, jetzt, nach Gregynog.
Wie versprochen, noch ein paar künstlerische Ergüsse:
Das Fast-Siegerfoto. Richard. Richard hat übrigens einen der Preise gewonnen (nicht den, den wir gewählt haben, sondern den, den die Dozenten ausgesucht haben), mit seinem Foto von mir.
Gregynog House
Es ist Herbst in Wales!
Namen, Namen, Namen:
Clive Landen (Achtung, tote Tiere. Und nicht besonders ansehlich. Was auch immer er davor gehört hat.)
Musik:
Die Antwoord - Mit freundlichen Grüßen von Colin. "Schräg" trifft's wohl.
Und ansonsten stehen Coldplay (mal wieder), Radiohead (mal wieder) und Wakey!Wakey! gerade ganz oben in der Hör-Liste.
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