Wie läuft's?
Donnerstag, 26. Februar 2015
Montag, 23. Februar 2015
Wenn es jetzt noch schneite...
Heute morgen blinzelte ich verschlafen das Handy an, welches mich verzweifelt zu wecken versuchte, und wurde gleich mit der liebevollen Botschaft "Aufstehen! Es schneit!" begrüßt. Im Kopf noch ganz dröselig taumelte ich also ins Bad, nur um festzustellen, dass die freundliche Schweizerin, die mir geschrieben hatte (und die es doch eigentlich besser wissen müsste!) gelogen hatte. Das bisschen Graupel konnte man kaum Schnee nennen. So nicht.
Aber nun war ich schon einmal wach und konnte mich so auch fast pünktlich auf den Weg zur Uni machen, wo ich - man glaubt es kaum - meine Dissertation drucken lassen habe. Für die, die jetzt staunen: Ja, sie ist fertig. Sie hat einen Titel, eine Widmung und alles, was das Herz begehrt. Für die, die jetzt noch mehr staunen: Die Dissertation ist das britische Pendant zur Bachelor-Arbeit. Nein, ich promoviere nicht.
Und nun ist sie fertig! Und gedruckt! Und gebunden! Ich verzog mich folglicherweise erst einmal mit Schokolade und Buch ins Bett, einfach mal chillen. Draußen feinstes April-Wetter - Sonne, Regen, Hagel, alles, nur kein Schnee...
Und dann lugte ich arglos in meinen Twitter und was sah ich da? Irgendein Gebrabbel von meinem Theater. Vier von fünf Sternen im Guardian. Nicht schlecht. Moment. Wer hatte noch die Fotos für's PR gemacht... Ah ja. Meine Bilder im Guardian. Mit meinem Namen drunter. Mit Vorschau auf der Guardian-Kultur-Seite. Verrückt.
Was für ein verrückter, verrückter Tag. Wenn es jetzt wirklich noch schneien würde...
Aber nun war ich schon einmal wach und konnte mich so auch fast pünktlich auf den Weg zur Uni machen, wo ich - man glaubt es kaum - meine Dissertation drucken lassen habe. Für die, die jetzt staunen: Ja, sie ist fertig. Sie hat einen Titel, eine Widmung und alles, was das Herz begehrt. Für die, die jetzt noch mehr staunen: Die Dissertation ist das britische Pendant zur Bachelor-Arbeit. Nein, ich promoviere nicht.
Und nun ist sie fertig! Und gedruckt! Und gebunden! Ich verzog mich folglicherweise erst einmal mit Schokolade und Buch ins Bett, einfach mal chillen. Draußen feinstes April-Wetter - Sonne, Regen, Hagel, alles, nur kein Schnee...
Und dann lugte ich arglos in meinen Twitter und was sah ich da? Irgendein Gebrabbel von meinem Theater. Vier von fünf Sternen im Guardian. Nicht schlecht. Moment. Wer hatte noch die Fotos für's PR gemacht... Ah ja. Meine Bilder im Guardian. Mit meinem Namen drunter. Mit Vorschau auf der Guardian-Kultur-Seite. Verrückt.
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| Mit Vorschau auf der Guardian-Kultur-Seite! (Oben rechts.) |
Montag, 12. Januar 2015
Freitag, 9. Januar 2015
'n büschen Wind
Also, falls ihr von dem schreckenerregenden Orkan gehört haben solltet, der Großbritannien (und wohl auch Norddeutschland) heimsuchen soll: Ja, der ist da. Huuuuiiiiiiii.
Donnerstag, 8. Januar 2015
I am fabulous.
Heute hat Paul in einem sehr aufschlussreichen, sehr netten wir-sind-kurz-vor-der-Abgabe-und-die-Photo-Art-Studenten-belegen-alle-Drucker-und-was-mache-ich-hier-eigentlich-Seminar gesagt, meine diesjährige Arbeit wäre die beste, die ich bisher gemacht hätte.
Äh.
Da hat sich das ganze stundenlange Youtube-Schauen, Hobbit-Schauspieler stalken, Tee trinken, mit Weihnachtsgeschenken spielen, noch mehr Tee trinken, Mittelägyptisch lernen, Hobbit-Gifs runterladen, und noch mehr Tee trinken ja gelohnt.
(Was ich eigentlich so mache: Siehe...
Äh.
Da hat sich das ganze stundenlange Youtube-Schauen, Hobbit-Schauspieler stalken, Tee trinken, mit Weihnachtsgeschenken spielen, noch mehr Tee trinken, Mittelägyptisch lernen, Hobbit-Gifs runterladen, und noch mehr Tee trinken ja gelohnt.
(Was ich eigentlich so mache: Siehe...
...im Dunkeln mit Taschenlampen und Schauspielern rumdaddeln. Man soll mir nicht nachsagen, ich gäbe mir keine Mühe.)
Mittwoch, 10. Dezember 2014
Vorschau
Ich bin schrecklich beschäftigt. Die Briten machen ja gern lange Weihnachtsferien, aber das bedeutet eben, dass vorher alles erledigt werden muss - und im Kopf ist für den Blog kein Platz mehr. Es tut mir sehr leid, ihr Lieben.
In eigener Sache will ich euch aber eine kleine Vorschau aufs nächste Jahr geben und Werbung machen:
Lest hier mehr über meine Zusammenarbeit mit The Other Room!
In eigener Sache will ich euch aber eine kleine Vorschau aufs nächste Jahr geben und Werbung machen:
Lest hier mehr über meine Zusammenarbeit mit The Other Room!
Sonntag, 9. November 2014
Hit the ground running!
Im Englischen gibt es ein Idiom: "hit the ground running" [von dict.cc übersetzt als "sofort alles im Griff haben"]. Wenn unsere Tutoren beschreiben, wie wir unsere Projekte in Angriff nehmen sollen, benutzen sie das gern. Auch wenn es in meinem Kopf nachwievor schmerzhaft aussieht, rennend auf den Boden zu knallen. Naja.
Allerdings ist es inzwischen schon November, das erste Projekt ist abgegeben, Paris Photo Festival steht an (Pariiiiiis!) und dann wird es bald schon Dezember, und dann Weihnachtsferien, und dann haben wir noch eine Woche, um den ersten Teil unserer Abschlussarbeit abzugeben. Vielleicht wird es also tatsächlich Zeit, die Beinchen etwas in Bewegung zu bringen, und den ground running zu hitten. Aber ich hab alles! sofort! im Griff! Ha.
Eigentlich hab ich's ja gemütlich. Ich fotografiere nämlich Theater (mal wieder) und die meisten Theatergruppen werden sehr gern fotografiert. Es wäre ja kein Theater, wenn keiner zuguckt, oder so ähnlich. So fand ich mich am Mittwoch im hübsch-touristischen Nordsee-Küstenstädtchen Canterbury wieder, um dort die Damen und Herren vom White Slate Theatre zu fotografieren. Das waren zwei schöne Tage im Probenraum und am Strand, ziemlich lässig, höchstens für den Computer anstrengend, denn der muss jetzt die ganzen raw-Dateien verdauen - und für mein vom Großvater geerbtes Stativ, das am Strand irgendwann still und heimlich eine Schraube verlor und seitdem leider nicht mehr ganz einsatzfähig ist.
Insofern habe ich den großen Vorteil gegenüber den meisten meiner Kollegen, dass ich tatsächlich schon Fotos habe! Das macht sich gar nicht schlecht, und mit ein bisschen Glück habe ich spätestens Anfang Dezember alles "im Kasten" und kann mich dann aufs Sofa fläzen und all die Beinchen zählen, die ich mir bei dem Versuch, rennend in irgendetwas zu knallen, gebrochen habe.
Oder wir machen es einfach so wie gestern. Gestern waren wir bei Richard, und seit Richard nicht mehr im Kurs ist, ist aus dem "Docfather" Vater Theresa geworden, der die armen Studenten in Zeiten der Not mit gutem Essen und viel Wein und Bier versorgt. Vielleicht sollten wir das für Dezember anpeilen, um uns zu erholen.
Sonntag, 26. Oktober 2014
Alte Freunde, Neue Freunde
Mit den Projekten geht's voran und auf dem Weg trifft man neue und alte Freunde, wie das eben so ist. Am Donnerstag ging es auf nach Bristol, um dem Kollegen Fred zu assistieren. Es galt, den sympathischen Gesichtsausdruck eines Schweins einzufangen. Eber Prince fand das aber gar nicht lustig und wollte lieber fressen oder sich kratzen, als einmal stillzustehen. Sau Pepper war schon etwas lässiger, aber Ferkel hüten sich auch nicht von allein und so waren wir gut beschäftigt damit, der lieben Pepper über die Weide nachzurennen und im richtigen Moment abzudrücken. - Gestern kam die SMS von Fred, ein Bild von Prince sei "brauchbar", immerhin.
Inzwischen fuhr ich in Aberystwyth, meinem kleinen heimeligen Lieblingsdorf an der irischen See, um dort Andi - kennen gelernt beim Fotofestival in Rumänien - und meine Couchsurfer vom letzten Jahr, Tom und Patrick, wiederzusehen. Andi hat eine kleine Katze namens Mars, mit der ich mich sofort anfreundete, und die es besonders toll fand, neben mir auf meinem Kissen zu pennen, mit den Pfoten durch mein Haar zu wuscheln und daran zu nuckeln, oder mein Gesicht anzustupsen und zu lecken. Herzzerreißend knuffig, nur das Schnurren war um vier Uhr morgens etwas penetrant.
Außerdem war meine oberallerlieblings-Propeller Company in der Stadt, diesmal mit der Pocket-Version vom Midsummer Night's Dream. Die golfspielenden Deutschen neben mir (ohne Witz, ich kann wirklich nirgendwo hin, ohne auf andere Deutsche zu treffen!) und ich haben Tränen gelacht. Es gab auch wieder die Möglichkeit, im Anschluss an die Stunde Dauerwahnsinn Fragen zu stellen. "Wie ist das so, als Kerle Frauen zu spielen - und wie seid ihr auf die Idee gekommen, mitten im Shakespeare-Text Beyoncés Crazy in Love zu singen???"
Und nun bin ich etwas weiter nördlich an der walisischen Küste, im gemütlichen Wohnzimmer von Mira und Brian. Mira wohnt ja eigentlich bei mir im Haus. Dies ist ihre Zweitheimat. Oder unser Haus ist ihre Zweitheimat. Ich bin mir da nicht so sicher. Leider ist keine kleine Katze zum Kuscheln verfügbar. Dafür ein Lagerfeuer, und Ginger Biscuits. Ich kann mich nicht beklagen. Und trotz allem schaffe ich es sogar zu arbeiten - Brechts Texte zum Theater sind zur Hälfte gelesen, und eine erste Fotoauswahl zum Thatcher-Kapitalismus-Projekt besteht. Kein schlechtes Wochenende.
Inzwischen fuhr ich in Aberystwyth, meinem kleinen heimeligen Lieblingsdorf an der irischen See, um dort Andi - kennen gelernt beim Fotofestival in Rumänien - und meine Couchsurfer vom letzten Jahr, Tom und Patrick, wiederzusehen. Andi hat eine kleine Katze namens Mars, mit der ich mich sofort anfreundete, und die es besonders toll fand, neben mir auf meinem Kissen zu pennen, mit den Pfoten durch mein Haar zu wuscheln und daran zu nuckeln, oder mein Gesicht anzustupsen und zu lecken. Herzzerreißend knuffig, nur das Schnurren war um vier Uhr morgens etwas penetrant.
Außerdem war meine oberallerlieblings-Propeller Company in der Stadt, diesmal mit der Pocket-Version vom Midsummer Night's Dream. Die golfspielenden Deutschen neben mir (ohne Witz, ich kann wirklich nirgendwo hin, ohne auf andere Deutsche zu treffen!) und ich haben Tränen gelacht. Es gab auch wieder die Möglichkeit, im Anschluss an die Stunde Dauerwahnsinn Fragen zu stellen. "Wie ist das so, als Kerle Frauen zu spielen - und wie seid ihr auf die Idee gekommen, mitten im Shakespeare-Text Beyoncés Crazy in Love zu singen???"
Und nun bin ich etwas weiter nördlich an der walisischen Küste, im gemütlichen Wohnzimmer von Mira und Brian. Mira wohnt ja eigentlich bei mir im Haus. Dies ist ihre Zweitheimat. Oder unser Haus ist ihre Zweitheimat. Ich bin mir da nicht so sicher. Leider ist keine kleine Katze zum Kuscheln verfügbar. Dafür ein Lagerfeuer, und Ginger Biscuits. Ich kann mich nicht beklagen. Und trotz allem schaffe ich es sogar zu arbeiten - Brechts Texte zum Theater sind zur Hälfte gelesen, und eine erste Fotoauswahl zum Thatcher-Kapitalismus-Projekt besteht. Kein schlechtes Wochenende.
Samstag, 11. Oktober 2014
Wer lesen kann, muss auch mal schreiben
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| Sommer auf dem Tempelhofer Feld |
(Fairerweise muss man ja sagen, dass wir *tatsächlich* sonst nichts zu tun hätten, und dass wir ja an der Uni sind, um Fotoprojekte zu machen und Essays zu schreiben. Trotzdem. Hmpf.)
Dementsprechend vollgepackt sind meine Wochen im Moment. Ich versuche, mir darüber klar zu werden, was ich für das Projekt Kapitalismus im 21. Jahrhundert (deren Titel, nicht meiner) fotografieren will - ich muss das Anfang November abgeben. Gleichzeitig muss ich schon Präsentationen für das große, wichtige Abschlussprojekt vorbereiten. Und der Lesestoff für die BA-Arbeit liest sich leider auch nicht von allein.
Also flüchte ich. Am letzten Wochenende war ich in Hammersmith, London, beim zauberschönen, internationalen Theaterfestival All Change, wo es viel um's Geschichten-Erzählen ging, wo ich meine herzallerliebsten Jungs und Mädels von Barrel Organ wiedersah und ein wenig fotografierte. Außerdem besuchte ich die wunderbare Giulia, die ja netterweise immer eine Yoga-Matte für meine Übernachtungsbesuche bereit hält - auch kommende Woche wieder. Und ich war in meinem oberallerLieblingsbuchladen Gay's The Word (ich weiß, allein der Name!), den ihr alle, alle kennen werdet, wenn ihr erst einmal Pride gesehen habt! [Filmstart in Deutschland: 30.10. Keine Ausreden.] Dort hat mich Jim, Geschäftsführer und Gentleman der alten Schule, mit einem Stapel Bücher und einer DVD für meine BA-Arbeit versehen, und wir haben uns ganz gemütlich verquatscht. Außerdem war ich noch im besten Museum der Welt, dem ständig erwähnten Victoria and Albert Museum (V&A), die eine großartige und kostenlose Ausstellung zum Thema Protest laufen haben. Dort kamen mir fast die Tränen, weil die ein T-Shirt und ein Poster von Act Up haben. Mit dem Design, um das es in meiner BA-Arbeit geht. Mit Original-Notizen vom Designer. Hach.
Manchmal flüchte ich auch einfach vor den Computer. Gestern habe ich fleißig zwei Filme vom Sommer gescannt, mich wohlig in den Erinnerungen gesonnt und mich gefreut. Meinen Projekten geht's jetzt zwar immer noch nicht besser. Aber mir.
Am Mittwoch stürze ich mich dann also in den Kapitalismus des 21. Jahrhunderts. Ein Flucht-Theater-Termin ist aber schon arrangiert. Man darf sich ja nicht verrückt machen lassen. Schon gar nicht vom Kapitalismus, oder von Margaret Thatcher - um die geht's im nächsten Projekt. Grausig, gell?
Haha, 'gell'. Die süddeutschen Mitbewohner üben ihren Einfluss auf mich aus.
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| Sommer in Rumänien |
Samstag, 27. September 2014
Aufholen, Part II
Vorgestern: Rumääääänien.
Heute: Wales. Hurra.
Ich bin zurück im Land der Berge, Schafe und des Lauchs, und hurra, es sieht immer noch so aus wie damals - vor drei Monaten, als ich nach Deutschland flog. Naja, ganz genauso nicht, in Newports Innenstadt wird nun an einem großen und völlig überflüssigen Shopping-Center gebaut, und mein Lieblingsbuchladen ist umgezogen. Außerdem wohne ich nun nicht mehr mit sechs weiteren Personen in einem Haus mit nicht-funktionierendem Whirlpool, sondern mit drei weiteren in einem pinken Haus mit nicht-ganz-funktionierendem Duschabfluss. Aber ansonsten ist alles beim alten, und ich bin ganz zufrieden.
Nach ein paar Tagen Zwischenstopp in einem anderen Zimmer, da mein Vermieter noch fleißig in meinem zukünftigen Raum am Basteln war, bin ich nun auch 'richtig eingezogen', habe all meine Dinge ausgepackt, geschockt festgestellt, wieviel ich eigentlich besitze (Himmel!), viel im neuen, großen Doppelbett (Himmel! aber im positiven Sinne) gepennt, hier und da einiges organisiert und mich wieder ein bisschen eingelebt. Bis auf Mira sind nun auch alle Mitbewohner angekommen. Wir sprechen Deutsch - hier können's nämlich alle -, trinken viel Tee, kochen und gucken gemeinsam fern. Gestern haben wir es sogar nach Cardiff geschafft, um ein bisschen zu shoppen - neue Perfume Genius-CD, oh yeah! - und ins Kino zu gehen. Ihr Lieben, wenn Pride in Deutschland anläuft, müsst ihr ihn euch angucken gehen. Denen, die Englisch verstehen, sei die Originalversion ans Herz gelegt - der walisische Akzent ist einfach köstlich. Es ist was für's Herz, und womöglich mein neuer Drittlieblingsfilm.
Übermorgen geht's los mit der Uni, gleich Vollstoff mit der Einführung zur Bachelor-Arbeit. Außerdem will eine Ausstellung für die Erstis organisiert werden, und ein paar Projekte geplant, ins Theater gegangen werden und noch viel mehr Tee getrunken. So ist das im Ausland. Es gibt immer etwas zu tun.
Heute: Wales. Hurra.
Ich bin zurück im Land der Berge, Schafe und des Lauchs, und hurra, es sieht immer noch so aus wie damals - vor drei Monaten, als ich nach Deutschland flog. Naja, ganz genauso nicht, in Newports Innenstadt wird nun an einem großen und völlig überflüssigen Shopping-Center gebaut, und mein Lieblingsbuchladen ist umgezogen. Außerdem wohne ich nun nicht mehr mit sechs weiteren Personen in einem Haus mit nicht-funktionierendem Whirlpool, sondern mit drei weiteren in einem pinken Haus mit nicht-ganz-funktionierendem Duschabfluss. Aber ansonsten ist alles beim alten, und ich bin ganz zufrieden.
Nach ein paar Tagen Zwischenstopp in einem anderen Zimmer, da mein Vermieter noch fleißig in meinem zukünftigen Raum am Basteln war, bin ich nun auch 'richtig eingezogen', habe all meine Dinge ausgepackt, geschockt festgestellt, wieviel ich eigentlich besitze (Himmel!), viel im neuen, großen Doppelbett (Himmel! aber im positiven Sinne) gepennt, hier und da einiges organisiert und mich wieder ein bisschen eingelebt. Bis auf Mira sind nun auch alle Mitbewohner angekommen. Wir sprechen Deutsch - hier können's nämlich alle -, trinken viel Tee, kochen und gucken gemeinsam fern. Gestern haben wir es sogar nach Cardiff geschafft, um ein bisschen zu shoppen - neue Perfume Genius-CD, oh yeah! - und ins Kino zu gehen. Ihr Lieben, wenn Pride in Deutschland anläuft, müsst ihr ihn euch angucken gehen. Denen, die Englisch verstehen, sei die Originalversion ans Herz gelegt - der walisische Akzent ist einfach köstlich. Es ist was für's Herz, und womöglich mein neuer Drittlieblingsfilm.
Übermorgen geht's los mit der Uni, gleich Vollstoff mit der Einführung zur Bachelor-Arbeit. Außerdem will eine Ausstellung für die Erstis organisiert werden, und ein paar Projekte geplant, ins Theater gegangen werden und noch viel mehr Tee getrunken. So ist das im Ausland. Es gibt immer etwas zu tun.
Donnerstag, 25. September 2014
Aufholen, Part I
Nun sitze ich auf dem Sofa in der neuen Bude und stelle, die Finger schon wund vom fleißigen Blog-Schreiben, fest, dass ich, wenn ich schon auf Englisch daher quassele, vielleicht auch mal auf Deutsch ein bisschen aufholen sollte.
Also. Wo war ich - Rumänien!
Dahin gekommen bin ich über Berlin nach Bukarest mit Airberlin, was toll war, denn als gewöhnlicher Ryanair-Passagier genießt man die freien Snacks, die Bildschirme mit Comedy-Serien und die kostenlosen Kotztüten gleich doppelt. In Bukarest angekommen, bekam ich gleich von Dana, der Freundin eines Freundes (mehr dazu später) ein Touri-Tour, und ich muss sagen, das lohnt sich. Bukarest ist ein bisschen wie Paris (oder so, wie ich mir Paris vorstelle). Ein bisschen wie London. Ein bisschen wie Berlin. Und ganz schön viel wie Bukarest, soll heißen, mit all den kleinen Parks und Bars, und der zusammengewürfelten Kultur, und dem lässigen Abhängen zwischen Kommunismus-Plattenbau und Coca-Cola-Werbung hat die Stadt echt ihren eigenen Charme.
Anschließend ging's nach Ploieşti, der Heimatstadt meines Kommilitonen Cătălin (eben schon erwähnter Freund), der dort schon zum zweiten Mal das Foto-Festival Secvenţe organisiert hatte. Wo Bukarest noch Charme hat, geht dieser Ploieşti völlig ab, aber man will sich ja nicht beschweren. Immerhin konnten meine Schweizer Abenteuer-Begleitung Mira und ich bei Cătălin wohnen und von dort aus zu den Ausstellungen, Konzerten, Diskussionsrunden und allem anderen, was das Festival so bereit hielt, aufbrechen.
Am Festival war ich sowohl mit einigen Bildern in der Ausstellung als auch mit einer Präsentation zum Thema "Gender und Fotografie" beteiligt. Letztere lief unerwartet gut, besonders angesichts des Umstands, dass ich sämtliche Proben verweigert hatte, und nicht mal einen USB-Stick besaß, um meine Powerpoint-Präsentation auf den örtlichen Computer zu bekommen. Umso freier und fröhlicher habe ich mir einen zurecht gequatscht und das anwesende Publikum, vor allem aus Festival-Fotografen und ein paar freiwilligen Helfern bestehend, schien's zu gefallen. Überhaupt zeichnete sich das ganze Festival dadurch aus, dass eine sehr freundliche Atmosphäre herrschte, man schnell ins Gespräch kam, und viele sehr offen und neugierig waren. Am zweiten Nachmittag hatten Mira und ich unsere "Gang", ein paar rumänische Fotografen, die netterweise auch für uns übersetzten - ich kann fünf Wörter rumänisch, nämlich ja, nein, vielleicht und danke in zwei Versionen - mit denen hingen wir dann immer ab, gingen zum Laternenfest, guckten Filme und diskutierten Disco-Musik.
Den Rest der Zeit brachten Mira und ich damit zu, die Landschaft zu erkunden. Von Ploieşti ist es nicht weit nach Câmpina, und von dort nicht weit in die Bucegi-Berge, die den Anfang Transsilvaniens markieren und durch die man nach Braşov/Kronstadt kommt. Braşov ist ein hübsches Städtchen, das kleiner wirkt als es ist, aber sich durch alte Steine (hallo, Oma), alte Kirchen, Aussichtstürme, enge Gassen und eine etwas schizophrene deutsche Vergangenheit auszeichnet. Ich konnte die meisten Inschriften lesen, aber die Kellnerinnen nicht verstehen. Außerdem feiern sie das Oktoberfest in Braşov, und zwar von Ende August bis Mitte September. Und der Dracula-Tourismus beginnt dort, denn die Burg Bran ist nicht weit. Aber wir wurden nicht gebissen, wir haben uns bloß gefreut, auf der Rückfahrt im klapprigen Zug den riesigen, goldenen Vollmond über den Bergen bestaunen zu dürfen.
Zudem waren wir dann noch auf einer Wein-Tour durch die "Gegend", so richtig mit Touri-Bus und so. Da haben wir dann noch mal ganz viele nette Rumänen kennen gelernt, die uns, vielleicht ein wenig weinselig, für VIPs hielten und uns am Ende sogar Wein schenkten. Das wirklich besondere daran aber war, dass man wirklich mal die Landbevölkerung sah, samt Pferdekarren und alten Frauen, die vor dem Haus saßen und dem Bus winkten. Das war sie dann vielleicht, die 'Armut', vor der mich alle gewarnt hatten. Vor allem aber war es eine ganz andere Kultur, die mich wirklich neugierig machte und mich einlud, wieder zu kommen.
Zum Abschluss ging's dann noch mal nach Bukarest, inklusive Versacken in einer richtig netten Alternativ-Bar mit exquisitem Eistee und super-entspannten Freunden von Dana, Metro fahren und Übernachten im Plattenbau. Und dann ging's nach Hause. Zurück in die Kälte. Acht Tage bei zwanzig bis dreißig Grad im Schatten waren zu kurz. Meh.
Und morgen: Tja, und wo bin ich jetzt?
Also. Wo war ich - Rumänien!
Dahin gekommen bin ich über Berlin nach Bukarest mit Airberlin, was toll war, denn als gewöhnlicher Ryanair-Passagier genießt man die freien Snacks, die Bildschirme mit Comedy-Serien und die kostenlosen Kotztüten gleich doppelt. In Bukarest angekommen, bekam ich gleich von Dana, der Freundin eines Freundes (mehr dazu später) ein Touri-Tour, und ich muss sagen, das lohnt sich. Bukarest ist ein bisschen wie Paris (oder so, wie ich mir Paris vorstelle). Ein bisschen wie London. Ein bisschen wie Berlin. Und ganz schön viel wie Bukarest, soll heißen, mit all den kleinen Parks und Bars, und der zusammengewürfelten Kultur, und dem lässigen Abhängen zwischen Kommunismus-Plattenbau und Coca-Cola-Werbung hat die Stadt echt ihren eigenen Charme.
Anschließend ging's nach Ploieşti, der Heimatstadt meines Kommilitonen Cătălin (eben schon erwähnter Freund), der dort schon zum zweiten Mal das Foto-Festival Secvenţe organisiert hatte. Wo Bukarest noch Charme hat, geht dieser Ploieşti völlig ab, aber man will sich ja nicht beschweren. Immerhin konnten meine Schweizer Abenteuer-Begleitung Mira und ich bei Cătălin wohnen und von dort aus zu den Ausstellungen, Konzerten, Diskussionsrunden und allem anderen, was das Festival so bereit hielt, aufbrechen.
Am Festival war ich sowohl mit einigen Bildern in der Ausstellung als auch mit einer Präsentation zum Thema "Gender und Fotografie" beteiligt. Letztere lief unerwartet gut, besonders angesichts des Umstands, dass ich sämtliche Proben verweigert hatte, und nicht mal einen USB-Stick besaß, um meine Powerpoint-Präsentation auf den örtlichen Computer zu bekommen. Umso freier und fröhlicher habe ich mir einen zurecht gequatscht und das anwesende Publikum, vor allem aus Festival-Fotografen und ein paar freiwilligen Helfern bestehend, schien's zu gefallen. Überhaupt zeichnete sich das ganze Festival dadurch aus, dass eine sehr freundliche Atmosphäre herrschte, man schnell ins Gespräch kam, und viele sehr offen und neugierig waren. Am zweiten Nachmittag hatten Mira und ich unsere "Gang", ein paar rumänische Fotografen, die netterweise auch für uns übersetzten - ich kann fünf Wörter rumänisch, nämlich ja, nein, vielleicht und danke in zwei Versionen - mit denen hingen wir dann immer ab, gingen zum Laternenfest, guckten Filme und diskutierten Disco-Musik.
Den Rest der Zeit brachten Mira und ich damit zu, die Landschaft zu erkunden. Von Ploieşti ist es nicht weit nach Câmpina, und von dort nicht weit in die Bucegi-Berge, die den Anfang Transsilvaniens markieren und durch die man nach Braşov/Kronstadt kommt. Braşov ist ein hübsches Städtchen, das kleiner wirkt als es ist, aber sich durch alte Steine (hallo, Oma), alte Kirchen, Aussichtstürme, enge Gassen und eine etwas schizophrene deutsche Vergangenheit auszeichnet. Ich konnte die meisten Inschriften lesen, aber die Kellnerinnen nicht verstehen. Außerdem feiern sie das Oktoberfest in Braşov, und zwar von Ende August bis Mitte September. Und der Dracula-Tourismus beginnt dort, denn die Burg Bran ist nicht weit. Aber wir wurden nicht gebissen, wir haben uns bloß gefreut, auf der Rückfahrt im klapprigen Zug den riesigen, goldenen Vollmond über den Bergen bestaunen zu dürfen.
Zudem waren wir dann noch auf einer Wein-Tour durch die "Gegend", so richtig mit Touri-Bus und so. Da haben wir dann noch mal ganz viele nette Rumänen kennen gelernt, die uns, vielleicht ein wenig weinselig, für VIPs hielten und uns am Ende sogar Wein schenkten. Das wirklich besondere daran aber war, dass man wirklich mal die Landbevölkerung sah, samt Pferdekarren und alten Frauen, die vor dem Haus saßen und dem Bus winkten. Das war sie dann vielleicht, die 'Armut', vor der mich alle gewarnt hatten. Vor allem aber war es eine ganz andere Kultur, die mich wirklich neugierig machte und mich einlud, wieder zu kommen.
Zum Abschluss ging's dann noch mal nach Bukarest, inklusive Versacken in einer richtig netten Alternativ-Bar mit exquisitem Eistee und super-entspannten Freunden von Dana, Metro fahren und Übernachten im Plattenbau. Und dann ging's nach Hause. Zurück in die Kälte. Acht Tage bei zwanzig bis dreißig Grad im Schatten waren zu kurz. Meh.
Und morgen: Tja, und wo bin ich jetzt?
Sonntag, 7. September 2014
Rumänien
Ich hatte ja letztens die Ehre, an der Silberhochzeit meiner Eltern teilhaben zu dürfen (noch mal alles Gute und so...), und da sprach sich schnell rum, dass ich am 2.9. nach Rumänien fahren würde. Dies wurde allgemein als hervorragender Konversationsstarter angesehen.
Das Gespräch lief dann ungefähr so ab.
Man nähert sich. Die Augenbrauen werden hochgezogen. Ein ernster Zug im Mundwinkel.
"RUMÄNIEN???"
"Äh...ja."
"Und was MACHST du DA???"
Anscheinend liegt Rumänien ja am Amazonas, und es wird dort noch mit Pfeil und Bogen gejagt, oder so. Aber aller Verwunderung, allen Zweifeln und Ängsten und Warnungen meiner Liebsten bin ich trotzdem hin geflogen.
Und hier bin ich nun. Und es ist mitten in der Nacht (die Rumänen sind den Deutschen eine Stunde voraus) und ich hab ein dreitägiges Fotofestival in den Knochen und ich bin müde. Aber ich lebe noch, das wollte ich nur eben sagen. Also nicht immer alles so kritisch sehen, ihr Lieben.
Ein ausführlicher Bericht folgt dann, wenn ich mal grad nicht den Wilden mit den Feuersteinen hinterherlaufe.
Nur ein Witz.
Das Gespräch lief dann ungefähr so ab.
Man nähert sich. Die Augenbrauen werden hochgezogen. Ein ernster Zug im Mundwinkel.
"RUMÄNIEN???"
"Äh...ja."
"Und was MACHST du DA???"
Anscheinend liegt Rumänien ja am Amazonas, und es wird dort noch mit Pfeil und Bogen gejagt, oder so. Aber aller Verwunderung, allen Zweifeln und Ängsten und Warnungen meiner Liebsten bin ich trotzdem hin geflogen.
Und hier bin ich nun. Und es ist mitten in der Nacht (die Rumänen sind den Deutschen eine Stunde voraus) und ich hab ein dreitägiges Fotofestival in den Knochen und ich bin müde. Aber ich lebe noch, das wollte ich nur eben sagen. Also nicht immer alles so kritisch sehen, ihr Lieben.
Ein ausführlicher Bericht folgt dann, wenn ich mal grad nicht den Wilden mit den Feuersteinen hinterherlaufe.
Nur ein Witz.
Donnerstag, 4. September 2014
Can A Song Save Your Life?
Can A Song Save Your Life ist der liebevoll bebilderte Soundtrack der iPod-Generation mit Birkenstocksandalen. In dieser Hinsicht macht er nichts falsch und tut auch nicht weh. Nach zwei Stunden guter Laune fragt sich nur noch, ob Keira Knightley schon immer so schiefe Zähne hatte und ob Adam Levines Bart wohl echt ist.
Sonntag, 10. August 2014
Und eins, zwo, drei, vier...
Das unumstrittene kulturelle Highlight dieses Sommers hört auf den Namen Step Up All In. Es ist der beachtliche fünfte Teil der allseits beliebten Hip-und-Hop-Film-Serie, und haut so richtig auf den Putz - jedenfalls choreographiemäßig (die Handlung ist eher zu verachlässigen). Ganz schön dekadent, diese armen LA-Miami-NY-Ghetto-Kids. Da wird an Kronleuchtern geschwungen, auf Jahrmarktfahrgeschäften gegroovt und an niedlich-freakigen Moderatorinnen herumgenuckelt. Schließlich geht es den Tänzern um einen Drei-Jahres-Vertrag in Vegas, und, fast hätten wir es vergessen, Freundschaft und Liebe und so. Besser getanzt als der erste Film, besser geschrieben als der Vierte, finden sich diesmal nur ein paar Logiklöcher, die so groß sind, dass drei B-boys ihre Salti darin schlagen können, und tatsächlich nur ein wirklich schlechter Schauspieler - der kann dafür tanzen. Wir haben in unseren Kinosesseln die krassen Moves bestaunt, im Takt mitgenickt, nur ein paar Kotzgeräusche bei den Küssen von uns gegeben, und herzlich gelacht.
(Das Roboter-Liebespaar allein ist das Geld wert, mehr sag ich nicht.)
(Das Roboter-Liebespaar allein ist das Geld wert, mehr sag ich nicht.)
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| Voll Phätt. (Ganz links kann nicht schauspielern.) |
Montag, 28. Juli 2014
Seid ihr nicht müde?
Das Phänomen kennen wir wohl alle: Man guckt sich einen Trailer für einen Kinofilm an, und denkt, boah, geil. Tolle Schauspieler, tolle Tricks, irre Handlung. Dann liest man noch zwei, drei vielversprechende Pressetexte und vielleicht die erste überschwängliche Rezension, und geht im Folgenden höchst erwartungsvoll ins Lichtspielhaus, in Vorfreude auf den bestimmt besten Film des Jahres.
Und dann sitzt man da, hat aus Frust vielleicht schon in den ersten zwanzig Minuten den Popcorn-Eimer leer gegessen, und muss sich schnell, spätestens beim Abspann eingestehen: Das war nix. Und all die 'Highlights', die waren schon im Trailer.
So erging es mir gestern abend mit der bremer shakespeare company und ihrem Stück Wie Es Will Gefällt, einer Revue zum Geburtstag des Barden Shakespeare - stilecht mit Gesang und Torte. Den Trailer auf der Website hatte ich mir nicht einmal angesehen (wohl aber das Fräulein C, welches mich liebenswürdigerweise begleitete), jedoch einen launigen Radio-Beitrag samt lustiger Dialoge und Regisseur-Interview gehört und die begeisterten Kritiken vom Shakespeare-Festival in Neuss gelesen. Die Prämisse war wahrlich mundwässernd - es erzählt von einem Shakespeare-Experten, dessen dröger Vortrag über Leben und Werk des Meisters von streitbaren Shakespeare-Figuren wie Titania und Hamlet und schließlich vom Meister selbst unterbrochen wird. Mit ähnlichen Stücken, Shakespeare in Trouble und Ein Königreich für einen Ball, begeisterte uns die bsc schon vor Jahren. Es konnte also eigentlich nichts schiefgehen, schließlich sind das Fräulein C und ich schon lange wahre bsc-Liebhaber, auch wenn unsere Brillen seit dem Richard-III-Debakel ("das Stück, dessen Namen man nicht nennen darf") etwas weniger rosarot sind als sonst.
Aber es war eine Enttäuschung. Die erste Hälfte begann und endete langatmig, dazwischen gab es schiefen Gesang, einen unnötig vulgären Hamlet-Auftritt und ein paar Tonpannen. Pluspunkte möchte ich an die Einleitung - eine freche Hommage an die französischen und britischen Kollegen - vergeben, sowie an die Schauspieler Ulrike Knospe und Tobias Dürr, die nicht nur als Titania und Oberon glänzten, sondern auch als so-norddeutsch-dass-es-beinahe-Platt-wäre-aber-auch-wirklich-nur-beinahe schnackendes Hausmeisterpärchen mit Slapstick und Körperbeherrschung überzeugten.
Die zweite Hälfte holte ein wenig auf, ließ die Schauspieler weniger steif und öfter miteinander agieren. Die Szene, in der ein Puritaner versucht, die wild die Bühne erobernde Schauspielertruppe des Barden zu zähmen, geriet zum lachmuskelzerrenden Höhepunkt des Stückes. Doch durcheinander geschichtete Meta-Ebenen und die stetige Rückkehr zu den Fakten aus Shakespeares Leben - dröge vom unengagiert wirkenden Peter Lüchinger vorgetragen, herzlich nachgestellt von den jungen Shakespeare und Marlowe (erneut Dürr sowie die mit Spielfreude überzeugende Petra-Janina Schultz) ließen die Gesamtwirkung erlahmen.
Es ist nicht schwer auszumachen, wo die Schwierigkeiten lagen. Im Vergleich mit dem Trailer fällt auf, dass einiges am gestrigen Abend dem Spielort zum Opfer fiel - es war Shakespeare im Park, und open air im Bremer Bürgerpark sind gewisse Lichteffekte und Schattenspielereien schlicht unmöglich - adäquat ersetzt wurden sie jedoch nicht -, zudem waren einige Tonprobleme wohl dem Wind geschuldet, und manche Songs, die im kleinen, geschlossenen Theater vielleicht Stimmung aufkommen lassen, verloren sich in der Weite des Parks.
Doch die größte Schwäche des Stücks war, nun, das Stück. Statt die Shakespeare-Charaktere aufeinander prallen zu lassen und vom Vortrag ins Fantastische zu wechseln - so geschehen etwa in Ein Königreich für einen Ball - reihten Jessica Swale und Regisseur Raz Shaw die Szenen so lieblos aneinander, dass kein Zusammenhang entstehen konnte, Figuren auftraten und wieder verschwanden und nur eine blasse Erinnerung ans verspielte Potenzial hinterließen. Die durcheinander wirbelnden Meta-Ebenen verstärkten dies nur - da wurde vom Hausmeister-Pärchen zu einem wütenden Elfenehepaar zu den Chamberlain's Men zu den unmaskierten Schauspielern der bsc gesprungen, ohne jegliche Verbindung. Auch die Kostüme, scheinbar wahllos aus dem Fundus geschnappt, halfen da wenig.
Am Ende ist man immer klüger. Wer vorher nichts über Shakespeare wusste, ging nun vielleicht bereichert ("Der Vater war ein Handschuh-Macher? Na sowas!") und amüsiert aus dem Theater. Das Fräulein C und ich fanden es weniger lustig - nichts Neues an der Front, und auch dahinter müde Lacher und Langeweile, Vulgaritäten und angestrengte Stimmung, und nur selten das mühelose Volkstheater, das wir an der bremer shakespeare company so schätzen. Liebe bsc, Shakespeare ist gerade für seinen 450. Geburtstag gefeiert worden und alles andere als tot, wie ihr gestern bewiest; da könntet ihr euch doch auch mal eurer alten Stärken besinnen, und uns, die alten Fans, wieder ins Theater locken. Und das nächste Mal bitte nicht nur mit einem überdrehten Trailer.
Und dann sitzt man da, hat aus Frust vielleicht schon in den ersten zwanzig Minuten den Popcorn-Eimer leer gegessen, und muss sich schnell, spätestens beim Abspann eingestehen: Das war nix. Und all die 'Highlights', die waren schon im Trailer.
So erging es mir gestern abend mit der bremer shakespeare company und ihrem Stück Wie Es Will Gefällt, einer Revue zum Geburtstag des Barden Shakespeare - stilecht mit Gesang und Torte. Den Trailer auf der Website hatte ich mir nicht einmal angesehen (wohl aber das Fräulein C, welches mich liebenswürdigerweise begleitete), jedoch einen launigen Radio-Beitrag samt lustiger Dialoge und Regisseur-Interview gehört und die begeisterten Kritiken vom Shakespeare-Festival in Neuss gelesen. Die Prämisse war wahrlich mundwässernd - es erzählt von einem Shakespeare-Experten, dessen dröger Vortrag über Leben und Werk des Meisters von streitbaren Shakespeare-Figuren wie Titania und Hamlet und schließlich vom Meister selbst unterbrochen wird. Mit ähnlichen Stücken, Shakespeare in Trouble und Ein Königreich für einen Ball, begeisterte uns die bsc schon vor Jahren. Es konnte also eigentlich nichts schiefgehen, schließlich sind das Fräulein C und ich schon lange wahre bsc-Liebhaber, auch wenn unsere Brillen seit dem Richard-III-Debakel ("das Stück, dessen Namen man nicht nennen darf") etwas weniger rosarot sind als sonst.
Aber es war eine Enttäuschung. Die erste Hälfte begann und endete langatmig, dazwischen gab es schiefen Gesang, einen unnötig vulgären Hamlet-Auftritt und ein paar Tonpannen. Pluspunkte möchte ich an die Einleitung - eine freche Hommage an die französischen und britischen Kollegen - vergeben, sowie an die Schauspieler Ulrike Knospe und Tobias Dürr, die nicht nur als Titania und Oberon glänzten, sondern auch als so-norddeutsch-dass-es-beinahe-Platt-wäre-aber-auch-wirklich-nur-beinahe schnackendes Hausmeisterpärchen mit Slapstick und Körperbeherrschung überzeugten.
Die zweite Hälfte holte ein wenig auf, ließ die Schauspieler weniger steif und öfter miteinander agieren. Die Szene, in der ein Puritaner versucht, die wild die Bühne erobernde Schauspielertruppe des Barden zu zähmen, geriet zum lachmuskelzerrenden Höhepunkt des Stückes. Doch durcheinander geschichtete Meta-Ebenen und die stetige Rückkehr zu den Fakten aus Shakespeares Leben - dröge vom unengagiert wirkenden Peter Lüchinger vorgetragen, herzlich nachgestellt von den jungen Shakespeare und Marlowe (erneut Dürr sowie die mit Spielfreude überzeugende Petra-Janina Schultz) ließen die Gesamtwirkung erlahmen.
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| Als die Welt noch in Ordnung war: Ein Königreich für einen Ball im Park. |
Doch die größte Schwäche des Stücks war, nun, das Stück. Statt die Shakespeare-Charaktere aufeinander prallen zu lassen und vom Vortrag ins Fantastische zu wechseln - so geschehen etwa in Ein Königreich für einen Ball - reihten Jessica Swale und Regisseur Raz Shaw die Szenen so lieblos aneinander, dass kein Zusammenhang entstehen konnte, Figuren auftraten und wieder verschwanden und nur eine blasse Erinnerung ans verspielte Potenzial hinterließen. Die durcheinander wirbelnden Meta-Ebenen verstärkten dies nur - da wurde vom Hausmeister-Pärchen zu einem wütenden Elfenehepaar zu den Chamberlain's Men zu den unmaskierten Schauspielern der bsc gesprungen, ohne jegliche Verbindung. Auch die Kostüme, scheinbar wahllos aus dem Fundus geschnappt, halfen da wenig.
Am Ende ist man immer klüger. Wer vorher nichts über Shakespeare wusste, ging nun vielleicht bereichert ("Der Vater war ein Handschuh-Macher? Na sowas!") und amüsiert aus dem Theater. Das Fräulein C und ich fanden es weniger lustig - nichts Neues an der Front, und auch dahinter müde Lacher und Langeweile, Vulgaritäten und angestrengte Stimmung, und nur selten das mühelose Volkstheater, das wir an der bremer shakespeare company so schätzen. Liebe bsc, Shakespeare ist gerade für seinen 450. Geburtstag gefeiert worden und alles andere als tot, wie ihr gestern bewiest; da könntet ihr euch doch auch mal eurer alten Stärken besinnen, und uns, die alten Fans, wieder ins Theater locken. Und das nächste Mal bitte nicht nur mit einem überdrehten Trailer.
Sonntag, 20. Juli 2014
Summertime
Einen herzallerliebsten Gruß aus Halle an der Saale, wo ich die Sonne genieße und sonst nichts tue.
Insofern kann ich auch nichts berichten. Höchstens noch, dass ich vorher in Berlin war. Berlin war sehr freundlich zu mir, die Sonne schien, ich hab einen der vielen englischen Buchläden gefunden und alles über David Bowie gelernt (Leute: ab in den Martin-Gropius-Bau. Lohnt sich.).
Und jetzt bin ich eben in Halle. Halle kann nicht so viel Kultur wie Berlin, dafür kann Halle Badesee. So muss das.
Insofern kann ich auch nichts berichten. Höchstens noch, dass ich vorher in Berlin war. Berlin war sehr freundlich zu mir, die Sonne schien, ich hab einen der vielen englischen Buchläden gefunden und alles über David Bowie gelernt (Leute: ab in den Martin-Gropius-Bau. Lohnt sich.).
Und jetzt bin ich eben in Halle. Halle kann nicht so viel Kultur wie Berlin, dafür kann Halle Badesee. So muss das.
Montag, 7. Juli 2014
Warum die Welt Propeller braucht
Es ist wieder Shakespeare-Festival in Neuss und abgesehen von der vereinzelten Bombenentschärfung ist, oder in meinem Fall war, es auch wieder sehr gemütlich im Globe-Nachbau an der Pferderennbahn. Statt dem herzallerliebsten Fräulein C hat mich dieses Mal der Herr B, also mein Brüderchen, begleitet - und wurde sogleich in den geheimnisvollen Club der Propeller-Liebhaber aufgenommen. Gespielt wurde Comedy of Errors und A Midsummer Night's Dream, jeweils von der englischen Nur-Männer-Truppe, und wer nicht gestorben ist, der lacht noch heute.
So ein Geheimnis ist das ja eigentlich auch gar nicht. Propeller, so wurde die Dramaturgin vor jeder Aufführung nicht müde zu erwähnen, verkaufen sich bei jedem Neusser Festival in den ersten Stunden aus und freuen sich dann über ihr europäischen Publikum und die fünf, sechs, sieben Applausrunden (zu Recht). Comedy of Errors (Komödie der Irrungen) besticht mit unerwarteten Kung-Fu-Einlagen, lässigen Sombrero-Trägern und Liebeserklärungen an die Musik und Kleidung der 80er. Ganz genüsslich verstricken die Herren und "Damen" sich im Zwillings-Chaos aus Shakespeares allererster Komödie und finden auch noch Zeit, einem Fräulein im Publikum ein Ständchen in miesem Spanisch zu singen - der Rest des Publikums wird in der Pause zu guten Zwecken beschallt. Nur wenig sanfter geht es im Midsummer Night's Dream (Sommernachtstraum) zu, wo Puppen auf einem viktorianischen Dachboden zum Leben erwachen und sich unter Anleitung des bestrumpfhosten Puck wilde Geschichten erzählen. Da fliegen der Glitzer, Blümchen und Fäuste in absurdem Tempo, und spätestens beim Nervenzusammenbruch von Thisbe liegt der Zuschauer ermattet am Boden, nach Atem ringend und immer noch kichernd.
Nun ist es in Neuss ja so, dass nicht jeder perfekt Englisch spricht und schon gar nicht Shakespeares Englisch. Wie so oft mit Propeller hört man jedoch beim Ausgang jemand fröhlich trällern: "Ich hab kein Wort verstanden - und ich fand's super!" Eigentlich könnten die Propellers nämlich auch auf Suaheli spielen, es reicht ein Blick, ein Tonfall, eine Geste oder eine quietschende Lederhose, und man weiß, worum's geht und wer der Boss ist. Propeller ist der Boss. Das Theater braucht mehr Propeller, Neuss braucht mehr Propeller. Ich brauche mehr Propeller, jedes Jahr wieder. Neuss ist toll, und Propeller ist toll.
Nun. So weit, so schön - in der Theorie. Vor ein paar Tagen erreichte die Twitter- und Facebook-Fangemeinde die Schreckensnachricht, dass der Arts Council, so etwas wie der Kunst-Ausschuss der britischen Regierung, aber sehr viel reicher, eigenständiger und willkürlicher, sein neues Förderprogramm verkündet hatte - und für die nächsten drei Jahre Propeller einfach mal sämtliche Finanzierung entzogen hatte. Das ist schlecht, denn das ACE-Geld macht 20% der Propeller-Einnahmen aus und somit ist es jetzt ungewiss, ob Propeller, von Haus aus eine obdachlose Tour-Compagnie, jemals wieder touren kann. AAAAH.
Das darf nicht sein, dachte sich also der geheimnisvolle Club der Propeller-Liebhaber. Da wurde eine Petition geschrieben und, weil der Club bei aller Liebe zu 80er-Musik und viktorianischen Dachböden auch im Hier und Jetzt verortet ist, ein Hashtag (#savepropellergroup) samt Selfie-Kampagne gestartet. Die Petition hat nach fünf Tagen schon über 2000 Unterschriften und die Unterstützung der englischen Legende Stephen Fry und läuft auf Anordnung von Ed Hall, seines Zeichens Propeller-Gründer, munter weiter, bis sie kein Geheimnis mehr ist und der ACE ein Einsehen hat. Wenn Puppen Mundharmonika spielen können und Sombreros plötzlich cool sind, dann geschehen noch Zeichen und Wunder, oder so in der Art. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Übrigens: Nicht nur Propeller, auch die ähnlich leidenschaftlichen und wunderbaren Companien Red Ladder und Orange Tree hat es mit der Nullkommanull-Finanzierung erwischt. Auch dort sind die Rettungsmaßnahme angelaufen. Es lebe die Theaterkunst, mit oder ohne Regierungsgelder.
Ich bin wirklich erstaunt, durch diesen Beitrag gekommen zu sein, ohne einmal den ACE "Arschlöcher" genannt zu haben...ups. Ihr könnt ja die Petition unterschreiben, wenn ihr stolz auf mich seid.
So ein Geheimnis ist das ja eigentlich auch gar nicht. Propeller, so wurde die Dramaturgin vor jeder Aufführung nicht müde zu erwähnen, verkaufen sich bei jedem Neusser Festival in den ersten Stunden aus und freuen sich dann über ihr europäischen Publikum und die fünf, sechs, sieben Applausrunden (zu Recht). Comedy of Errors (Komödie der Irrungen) besticht mit unerwarteten Kung-Fu-Einlagen, lässigen Sombrero-Trägern und Liebeserklärungen an die Musik und Kleidung der 80er. Ganz genüsslich verstricken die Herren und "Damen" sich im Zwillings-Chaos aus Shakespeares allererster Komödie und finden auch noch Zeit, einem Fräulein im Publikum ein Ständchen in miesem Spanisch zu singen - der Rest des Publikums wird in der Pause zu guten Zwecken beschallt. Nur wenig sanfter geht es im Midsummer Night's Dream (Sommernachtstraum) zu, wo Puppen auf einem viktorianischen Dachboden zum Leben erwachen und sich unter Anleitung des bestrumpfhosten Puck wilde Geschichten erzählen. Da fliegen der Glitzer, Blümchen und Fäuste in absurdem Tempo, und spätestens beim Nervenzusammenbruch von Thisbe liegt der Zuschauer ermattet am Boden, nach Atem ringend und immer noch kichernd.
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| Schauspieler Dan Wheeler in Comedy- und Dream-Aufmachung |
Nun. So weit, so schön - in der Theorie. Vor ein paar Tagen erreichte die Twitter- und Facebook-Fangemeinde die Schreckensnachricht, dass der Arts Council, so etwas wie der Kunst-Ausschuss der britischen Regierung, aber sehr viel reicher, eigenständiger und willkürlicher, sein neues Förderprogramm verkündet hatte - und für die nächsten drei Jahre Propeller einfach mal sämtliche Finanzierung entzogen hatte. Das ist schlecht, denn das ACE-Geld macht 20% der Propeller-Einnahmen aus und somit ist es jetzt ungewiss, ob Propeller, von Haus aus eine obdachlose Tour-Compagnie, jemals wieder touren kann. AAAAH.
Das darf nicht sein, dachte sich also der geheimnisvolle Club der Propeller-Liebhaber. Da wurde eine Petition geschrieben und, weil der Club bei aller Liebe zu 80er-Musik und viktorianischen Dachböden auch im Hier und Jetzt verortet ist, ein Hashtag (#savepropellergroup) samt Selfie-Kampagne gestartet. Die Petition hat nach fünf Tagen schon über 2000 Unterschriften und die Unterstützung der englischen Legende Stephen Fry und läuft auf Anordnung von Ed Hall, seines Zeichens Propeller-Gründer, munter weiter, bis sie kein Geheimnis mehr ist und der ACE ein Einsehen hat. Wenn Puppen Mundharmonika spielen können und Sombreros plötzlich cool sind, dann geschehen noch Zeichen und Wunder, oder so in der Art. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Übrigens: Nicht nur Propeller, auch die ähnlich leidenschaftlichen und wunderbaren Companien Red Ladder und Orange Tree hat es mit der Nullkommanull-Finanzierung erwischt. Auch dort sind die Rettungsmaßnahme angelaufen. Es lebe die Theaterkunst, mit oder ohne Regierungsgelder.
Ich bin wirklich erstaunt, durch diesen Beitrag gekommen zu sein, ohne einmal den ACE "Arschlöcher" genannt zu haben...ups. Ihr könnt ja die Petition unterschreiben, wenn ihr stolz auf mich seid.
Donnerstag, 3. Juli 2014
Catch-Up 22
Huh, es wird ja echt mal wieder Zeit, ein wenig aufzuholen. Was habe ich denn so getrieben, seit ich mir die Beine in den Brecon Beacons blutig und juckend kratzte? Und warum kratzte ich sie mir überhaupt so?
Meinen unglücklichen Zusammenstoß mit den Brennnesseln verdanke ich der Einladung meines ehemaligen Kurs-Kollegen Richard, der in den Hängen des Sugarloaf, einem der Berge in den Brecon Beacons wohnt, und das nicht schlecht. Der freut sich immer, wenn wir zum Grillen kommen - solange wir Tiramisu und Wein mitbringen - und so machten sich auch "damals" einige von uns auf. Vor dem Grillen musste aber etwas Sport sein, und so sind wir auf den Sugarloaf rauf, haben uns die Arme und Nasen in der Sonne verbrannt, liebste Hunde getroffen, bis nach England gesehen und Pfadfinderinnen getriezt. Den Weg zurück wollte Richard durch den Wald nehmen. Nun. Der Weg war weg, aber da war ein Gebüsch, und hinter dem Gebüsch war der Fluss, über den wir wollten. Der Rest ist blutige Geschichte.
Der Nachmittag war ansonsten aber sehr schön entspannt, und es sind auch keine Narben zurückgeblieben! Mit langen Hosen kann ich einen Ausflug in die Brecon Beacons - und ins zentral gelegene, von Richards Haus wunderbar ameisengroß beschaubare Abergavenny - sehr empfehlen.
In der Woche danach war ich unter anderem in London, um unsere Abschluss-Klasse bei ihrem letzten Event und ihrer Buch-Veröffentlichung zu unterstützen und meine Freundin Giulia zu besuchen. Von da ging's ganz schnell nach Cardiff zu War Horse. Die Show ist nicht so herzig, wie sie im Trailer aussieht, doch sehr ergreifend, und malt mit sehr einfachen und erstaunlichen Mitteln die harte Realität des ersten Weltkriegs und die Freundschaft eines Jungen zu seinem Pferd auf die Bühne. Das ist auch sehr zu empfehlen, kostet bloß ein klein wenig mehr als ein Ausflug auf den Gipfel. In Deutschland ist die Show als "Die Gefährten" in Berlin und lohnt sich, laut meiner Eltern, genauso.
Und dann wurde es auch schon Zeit, alles endgültig zu packen, das Gewicht meines Koffers zu schätzen (hat nicht geklappt), und mich in einer Nachtfahrt zum Flughafen aufzumachen, um nach Deutschland zu fliegen. Und jetzt bin ich hier. Hallo.
Und was ich seitdem gemacht habe... das, liebe Kinder, erzähle ich euch nach der nächsten Maus. Oder so ähnlich.
Samstag, 14. Juni 2014
Ratschlag
Ein gut gemeinter Tipp an euch alle: Wenn ihr das nächste Mal vorhabt, euch mitten im Wald durch ein Gebüsch mit Disteln und Brennnesseln zu schlagen, zieht euch lange Hosen an.
Aua. Wer hätte gedacht, dass das noch stundenlang brennt?
Aua. Wer hätte gedacht, dass das noch stundenlang brennt?
Sonntag, 1. Juni 2014
Third Floor Gallery
Hallo, ihr Lieben,
falls ihr trotz Monatsende noch ein wenig Geld übrig habt und schnell noch etwas Gutes tun wollt, eine meiner absoluten Lieblings-Galerien und einer der besten Gründe, nach Cardiff zu kommen, braucht ganz dringend Unterstützung, um weiter bestehen zu können.
Hier könnt ihr helfen. (Und ja, es ist mir bewusst, dass die Deadline in 15 Stunden ist...!)
falls ihr trotz Monatsende noch ein wenig Geld übrig habt und schnell noch etwas Gutes tun wollt, eine meiner absoluten Lieblings-Galerien und einer der besten Gründe, nach Cardiff zu kommen, braucht ganz dringend Unterstützung, um weiter bestehen zu können.
Hier könnt ihr helfen. (Und ja, es ist mir bewusst, dass die Deadline in 15 Stunden ist...!)
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